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Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten weiter rückläufig

18:44
04.02.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten ist weiter leicht gesunken. Damit liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche landesweit nun bei 63,5, wie das Landesgesundheitsamt am Donnerstag (Stand: 16.00 Uhr) mitteilte. Am Mittwoch hatte der Wert noch bei 66,9 gelegen. Im Vergleich zum Vortag gab es 1244 Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg und 64 neue Todesfälle in Verbindung mit Covid-19.

Damit stieg die Zahl der bestätigten Infektionen auf 297 885, die Zahl der Todesfälle beträgt nun 7320. Als genesen gelten inzwischen 266 385 Menschen. Die Kreise Calw (102,4), Tuttlingen (110,8), Waldshut (111,1), der Ortenaukreis (117,9) und der Stadtkreis Heilbronn (148,5) weisen noch eine Inzidenz von mehr als 100 auf. 26 Kreise liegen bei der Inzidenz zwischen 50 und 100. In 13 Kreisen liegt die Inzidenz unter dem Wert von 50.

Dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) zufolge lagen am Donnerstag 365 Corona-Patienten in Baden-Württemberg auf Intensivstationen, davon wurden 217 invasiv beatmet. Es waren 87,2 Prozent der 2452 betreibbaren Intensivbetten belegt.

Ihre erste Impfung gegen das Coronavirus haben 254 423 Menschen im Südwesten erhalten. 82 352 Menschen sind bereits das zweite Mal geimpft (Stand: Donnerstag, 0.15 Uhr). Nach Angaben des Robert Koch-Instituts in Berlin liegt die Impfquote (Erstimpfung) in Baden-Württemberg bei 2,3 Prozent (Stand: Donnerstag, 10.00 Uhr).

(dpa/lsw)

Von der Leyen gibt Versäumnisse bei Beschaffung von Impfstoffen zu

18:42
04.02.2021
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Versäumnisse bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen auf europäischer Ebene eingestanden. Die EU habe unterschätzt, welche Komplikationen bei der Herstellung solcher Impfstoffe auftreten können, sagte von der Leyen in einem Interview der «Süddeutschen Zeitung» (Freitag) und anderer europäischer Medien. Mit Blick auf Kritik, die EU habe zu zögerlich bestellt, sagte sie: «Natürlich: Ein Land kann ein Schnellboot sein. Und die EU ist mehr ein Tanker.»

Die deutsche Kommissionspräsidentin sagte weiter: «Wir haben uns sehr stark auf die Frage fokussiert, ob es ein Vakzin geben wird, also die Entwicklung.» Aus heutiger Sicht hätte man «stärker parallel über die Herausforderungen der Massenproduktion nachdenken müssen». Die CDU-Politikerin fügte hinzu: «Wir hätten den Menschen erklären sollen, dass es vorangeht, aber langsam, und dass es bei diesen komplett neuen Verfahren Probleme und Verzögerungen geben wird. Doch wir haben unterschätzt, welche Komplikationen auftreten können.»

Die Kommission hat für die 27 EU-Mitgliedstaaten bei insgesamt sechs Herstellern bis zu 2,3 Milliarden Impfdosen geordert. Derzeit liefern die Unternehmen jedoch weniger als erhofft oder versprochen. Inzwischen, so von der Leyen, gelte jedoch: «Die Richtung stimmt bei den Lieferzahlen.» Sie betonte zudem, dass alle 27 Regierungen in die Verhandlungen mit den Pharmakonzernen eng eingebunden gewesen seien.

(dpa)

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