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Nadelhersteller Groz-Beckert macht wegen Corona weniger Umsatz

14:02
02.02.2021
Der Nadelhersteller Groz-Beckert muss infolge der Corona-Pandemie einen deftigen Umsatzrückgang hinnehmen. Wie das Unternehmen in Albstadt am Dienstag mitteilte, ging der Umsatz im Geschäftsjahr 2020 nach vorläufigen Zahlen um 52 Millionen Euro auf 618 Millionen Euro (Vorjahr: 670 Millionen Euro) zurück. «Vor allem das zweite Quartal war bei uns von einem historischen Einbruch der Nachfrage geprägt», sagte Hans-Jürgen Haug, Sprecher der Geschäftsführung. Die Mitarbeiterzahl ging um 378 zurück - von im Vorjahr 9225 auf 8847 (Stichtag 31. Dezember 2020). Am Stammsitz in Albstadt verringerte sich die Zahl der Mitarbeiter dabei um 46 auf 2241 (Vorjahr: 2287).

(dpa)

Kretschmann über Merkel: "Dürfen froh sein, dass wir sie haben"

14:02
02.02.2021
Es ist fast ein Déjà-vu: Schon vor der Landtagswahl 2016 stand Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) eng an der Seite von Angela Merkel, während sein damaliger CDU-Herausforderer Guido Wolf den Kurs der Kanzlerin in der Flüchtlingskrise kritisierte. Der gläubige Katholik Kretschmann erklärte damals sogar, er bete täglich für Merkel - und gewann die Wahl. Nun steht am 14. März die nächste Landtagswahl im Südwesten an und wieder lehnt sich Kretschmann näher an Merkel an, als das die CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann tut.

Auf die Frage, ob er in der Corona-Krise wieder für Merkel bete, sagte der 72-jährige Grünen-Politiker: «Das war lediglich eine Metapher, die ich gebraucht habe, um zu sagen, wie wichtig die Kanzlerin in dieser Krise war.» Das sei in der Corona-Krise wieder der Fall. «Das merkt man in jeder Ministerpräsidentenkonferenz, dass sie einfach eine hervorragende Krisenmanagerin ist.» Sie sei immer sehr gut informiert, wäge ab und übernehme dann die Führung. «Da dürfen wir froh sein, dass wir sie haben», sagte Kretschmann.

Dagegen hatte sich Kultusministerin Eisenmann neulich in der für sie sehr wichtigen Frage der Schulpolitik klar von Merkel distanziert. Der Wochenzeitung «Die Zeit» sagte die CDU-Politikerin: «Ich finde den Kurs der Kanzlerin in der Corona-Pandemie grundsätzlich sehr gut. Ich habe nur eine andere Meinung dazu, ob man alle Schulen pauschal schließen sollte.»

(dpa)

Impfstoffstreit: EU-Kommissionschefin weckt Zuversicht auf mehr Lieferungen

14:01
02.02.2021
Trotz der Lieferprobleme bei Corona-Impfstoffen des Herstellers Astrazeneca weckt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen Zuversicht. «Wir erwarten, dass wir die gekappten Dosen wieder erhalten», sagte sie der italienischen Zeitung «La Repubblica» (Dienstag).

Die Kommissionschefin nannte erstmals konkrete Lieferdaten und -mengen von Astrazeneca in den nächsten Wochen: Am 7. Februar will der Konzern 3,2 Millionen Impfstoffdosen liefern, 4,9 Millionen am 17. Februar und Ende des Monats 9,2 Millionen. Im März würden 23 Millionen Einheiten erwartet. Sie kündigte weitere Verhandlungen mit dem britisch-schwedischen Unternehmen an, das die EU zuletzt mit einer Lieferkürzung im ersten Quartal überrascht hatte.

Die EU-Kommission nannte am Dienstag in Brüssel auch Gesamtzahlen für Lieferungen der drei zugelassenen Corona-Impfstoffe. Demnach sind bereits 18 Millionen Impfdosen angekommen. Im Februar würden 33 Millionen Dosen erwartet und im März 55 Millionen. Zusammen käme man im ersten Quartal auf 106 Millionen Dosen. Im zweiten Quartal sollen von diesen drei Impfstoffen sogar 300 Millionen Einheiten kommen. Weitere Zulassungen seien denkbar, sagte ein Kommissionssprecher.

Von der Leyen zeigte in dem Interview Verständnis für die Ungeduld der EU-Bürger. «Es ist verständlich, dass die Leute die Vakzine sofort wollen», sagte sie. Man müsse jedoch die Probleme dieser unvorhergesehenen Massenproduktion in Betracht ziehen. Im Sommer habe man nicht gewusst welcher Impfstoff kommen würde. «Im Alltag werden immer Fehler gemacht, aber die Umstände zeigen, dass wir es als EU besser machen können als einzelne Regierungen.»

(dpa)

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