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Verband legt Strategie für Tourismus-Neustart in Deutschland vor

14:00
02.02.2021
Der Deutsche Tourismusverband (DTV) geht mit Vorschlägen für einen Neustart des Tourismus zwischen Rügen und Garmisch-Partenkirchen in die Offensive. «Die drei Millionen Beschäftigten im Deutschlandtourismus brauchen jetzt Perspektiven und auch Zuversicht», forderte DTV-Präsident Reinhard Meyer. Seit drei Monaten befinde sich die Branche wegen der Corona-Pandemie in einem kompletten Lockdown.

Der DTV schlägt ein Ampelsystem vor. In der Stufe Grün bei einer Sieben-Tage-Inzidenz bis maximal 35 soll Tourismus in allen Bereichen unter Beachtung der strengen Regeln möglich sein. Die Inzidenz gibt die Infektionen binnen sieben Tagen bezogen auf 100 000 Einwohner an. Oberhalb von 35 sieht das Strategiepapier spezifische Auflagen verpflichtend vor (Stufe gelb). Bei einer Inzidenz von mehr als 50 (Stufe rot) sollen Reiseziele ihre touristischen Angebote schließen.

Je weiter die Impfung vorankomme, je mehr getestet werde und je besser die Kontaktnachverfolgung funktioniere, desto eher werde Tourismus wieder möglich, erläuterte Meyer. Die Inzidenzwerte der Ampel seien daher ständig zu überprüfen und anzupassen.

Meyer warnte vor einem weiteren Hin und Her von Öffnung und Schließung. Einen «Jojo-Effekt» verkrafte die Branche nicht. Bund und Länder seien nun gefordert, «im Dialog mit der Branche für eine sichere und gerechte Öffnungsstrategie des Deutschlandtourismus zu sorgen». In dieser Woche soll den Angaben zufolge die Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Erarbeitung einer bundesweiten Öffnungsstrategie tagen.

(dpa)

BW stellt Strategie für die Terminvergabe beim Impfen um

13:59
02.02.2021
Nach der lautstarken Kritik an langen Wartezeiten am Servicetelefon und an erfolglosen Terminvereinbarungen für eine Impfung stellt das Land seine Strategie um. Nach Angaben von Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) wird vom kommenden Montag an ein sogenanntes Recall-System angeboten. Wer einen Termin haben wolle, werde dann registriert und bekomme diesen später mitgeteilt. Anrufer müssten sich also nicht ein zweites Mal bemühen. Das System solle genutzt werden, solange es einen Mangel an Impfstoff gebe, sagte Lucha am Dienstag in Stuttgart.

Zu Beginn des zweiten Quartals werde sich die Lage entspannen, zeigte er sich zuversichtlich. Details zum neuen System will die grün-schwarze Landesregierung am kommenden Freitag (5. Januar) vorstellen.

Recall-Systeme werden in der Medizin und vor allem in Arztpraxen bereits seit längerem vor allem als eine Art Wiedervorlage genutzt. Sie erstellen unter anderem Erinnerungen für Auffrisch-Impfungen im Computer und fordern Patienten rechtzeitig zur Impfung auf.

Vor allem die Corona-Hotline 116 117 ist seit Wochen komplett überlastet, auch eine Terminvereinbarung ist schwer, zumal deutlich weniger Impfstoff zur Verfügung steht als erwartet. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zeigte am Dienstag Verständnis für die Kritik: «Ich verstehe natürlich, dass das an den Nerven zehrt, wenn man keinen Termin bekommt, dass die Leute da gefrustet sind und teilweise wütend.» Es würden allerdings teilweise 300 000 Anrufe in nur einer Stunde auf der zentralen Hotline registriert. «Da ist es nicht vermeidbar, dass man in der Warteschleife hängt.» Aus diesem Grund werde diese Strategie auch geändert.

(dpa)

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