Letztes Update:
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IOC verstärkt Bemühungen um Corona-Impfungen für Olympia

17:20
26.01.2021
Für möglichst rechtzeitige Corona-Impfungen der Teilnehmer der Tokio-Spiele sollen alle 206 Nationalen Olympischen Komitees nach dem Willen des IOC Gespräche mit den jeweiligen Regierungen aufnehmen. Das Internationale Olympische Komitee werde die NOKs schriftlich dazu auffordern, um sich ein Bild über die Impfsituation verschaffen zu können, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag. Schon Anfang Februar erwarte das IOC Antworten. Nicht zuletzt durch die Impfung von Sportlerinnen und Sportlern wollen die Olympia-Macher von Tokio die Austragung der Sommerspiele sichern.

IOC-Präsident Thomas Bach bekräftigte den Wunsch, dass möglichst viele Olympioniken sich vor ihrer Reise nach Japan impfen lassen. Er betonte erneut, dass zunächst aber Risikogruppen Vorrang hätten und es keine Impfpflicht für die Athleten geben werde.

Das IOC werde die NOKs dabei unterstützen, Impfungen zu erhalten, hieß es in der Mitteilung. Damit solle ein Beitrag zur Sicherheit der Spiele und für die japanischen Gastgeber geleistet werden. Einige Regierungen hätten bereits ihre Unterstützung bei Impfungen für Sportler zugesichert oder seien in entsprechenden Verhandlungen mit ihren NOKs. Zudem berate das IOC mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über mögliche Impfmaßnahmen.

(dpa)

SPD fordert Aufklärung möglicher Probleme bei Impfstoff-Lieferung

16:18
26.01.2021
Die SPD im Bundestag hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aufgefordert, auf offene Fragen zur Bereitstellung der Corona-Impfstoffe zu antworten. «Dafür muss der Bundesgesundheitsminister in den Fachausschüssen auf jeden Fall Rede und Antwort stehen», sagte Fraktionschef Rolf Mützenich am Dienstag in Berlin. «Offensichtlich gibt es Mängel. Und gibt es möglicherweise auch berechtigte Nachfragen», so Mützenich.

«Ein Impfstoffmangel, das wäre mit Sicherheit etwas, was den Gesundheitsminister umtreiben sollte - und keine anderen Fragen», mahnte Mützenich auch vor dem Hintergrund von Spahns Rolle bei der neuen personellen Aufstellung der CDU mit ihrem neuen Chef Armin Laschet. Zugleich forderte Mützenich die Impfstoffhersteller auf, ihre Zusagen einzuhalten.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte einen 30-seitigen Fragenkatalog der SPD beantwortet, den diese im Zuge der Debatte über Probleme beim Corona-Impfstart kurz nach dem Jahreswechsel übermittelt hatte. Der Fragenkatalog hatte der SPD den Vorwurf eingebracht, mit dem sensiblen Thema Impfen Wahlkampf zu betreiben. Mützenich verteidigte den Fragenkatalog als gerechtfertigt. Bereits der SPD-Kanzlerkandidat und Vizekanzler Olaf Scholz hatte vergangene Woche entsprechende Vorwürfe zurückgewiesen.

(dpa)

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