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Studie: Corona trifft die Kulturindustrie härter als den Tourismus

16:17
26.01.2021
Laut einer Studie hat die Kultur in Europa mehr unter der Corona-Krise gelitten als andere europäische Wirtschaftszweige. Demnach sei der Gewinn im Jahr 2020 um rund 31 Prozent eingebrochen, mehr als im Tourismus (27 Prozent) und bei der Automobilindustrie (25 Prozent), wie die französische Nachrichtenagentur AFP mit Bezug auf den ihr vorliegenden Bericht von Ernst & Young am Dienstag berichtete. Am stärksten seien die Kulturakteure im Bereich Bühnenkunst mit 90 Prozent weniger Einnahmen betroffen, gefolgt von der Musik mit 76 Prozent.

Die europäische Kulturindustrie habe vor der Krise zu den wirtschaftlichen Schwergewichten der EU gezählt, sagte der Autor der Studie, Marc Lhermitte, zu AFP. Sie habe 2019 mit 4,4 Prozent mehr zum Bruttoinlandsprodukt beigetragen als die Telekommunikation oder die Pharmaindustrie. Die Studie wurde bei der international aufgestellten Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft von der französischen Verwertungsgesellschaft SACEM (Société des Auteurs, Compositeurs et Éditeurs de Musique) in Auftrag gegeben.

(dpa)

Tourismusverband warnt vor weiteren Reiseeinschränkungen

16:16
26.01.2021
Der Reiseverband DRV hat vor weiteren Reiseeinschränkungen gewarnt. «Reisen finden de facto kaum noch statt. Dies sollte auch die Bundesregierung zur Kenntnis nehmen», teilte der Verband am Dienstag mit. Schon jetzt seien touristische Trips durch staatliche Entscheidungen fast vollständig zum Erliegen gekommen, auch der Geschäftsreisesektor liege völlig am Boden. «Wir brauchen daher keine weitere Stigmatisierung des Reisens, sondern eine sachliche Debatte», mahnte der Verband. Die Bundesregierung sollte ihre Aufmerksamkeit vor allem auf die Impfstrategie ausrichten, die im internationalen Vergleich dramatische Defizite aufweise.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte laut einem «Bild»-Bericht in einer internen Videokonferenz mit Fraktionschefs der Union aus Bund und Ländern das Management in der Corona-Krise deutlich kritisiert. Auch die Auslandsreisen vieler Deutscher habe sie kritisiert, berichtete das Blatt. «Warum können wir die Reisen nicht verbieten?», soll die Regierungschefin gefragt haben. Man müsse «den Flugverkehr so ausdünnen, dass man nirgendwo mehr hinkommt», sagte Merkel nach Angaben von Zuhörern der Schalte.

(dpa)

Lindner: Kritik an Impfstoffherstellern ist Ablenkungsmanöver

15:17
26.01.2021
FDP-Chef Christian Lindner hat der Bundesregierung und der EU vorgeworfen, mit Kritik an den Impfstoffherstellern eigene Versäumnisse zu überspielen. «Es ist ein Ablenkungsmanöver, jetzt alles auf Entwickler und Hersteller der Impfstoffe zu schieben. Die Europäische Union hat zu wenig und zu langsam bestellt», sagte der Fraktionsvorsitzende am Dienstag in Berlin vor einer Sitzung. Es gehe nun darum, wie das Problem zu geringer Impfstoffmengen gelöst werden könne.

Lindner forderte, gemeinsam mit den Herstellern zu prüfen, wie neue Kapazitäten geschaffen werden können. «Die Menschen haben kein Verständnis dafür, dass in Israel Jugendliche bereits geimpft werden, während bei uns Hochbetagte und Menschen mit einer Behinderung oder schweren Vorerkrankung noch nicht ein Angebot erhalten haben», sagte Lindner weiter.

(dpa)

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