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EU will Corona-Varianten bei Einreiseverbot stärker berücksichtigen

16:20
01.02.2021
Bei dem weitgehenden Einreiseverbot in die EU wollen die EU-Staaten die Verbreitung neuer Corona-Varianten in Drittstaaten künftig stärker berücksichtigen. Für Reisende aus Gebieten mit besorgniserregenden Mutationen soll nach der Ankunft eine Quarantäne-Pflicht gelten. Auch zusätzliche Corona-Tests bei oder nach der Ankunft sind vorgesehen. Auf diese Empfehlungen für Einreisen aus Nicht-EU-Staaten einigten sich die Botschafter der EU-Staaten am Montag in Brüssel, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Diplomatenkreisen erfuhr.

Schon zu Beginn der Pandemie hatte die EU im Kampf gegen das Virus die Schotten weitgehend dicht gemacht. Für fast alle Staaten weltweit gelten derzeit grundsätzlich drastische Einreisebeschränkungen. Demnach sind alle nicht zwingend notwendigen Einreisen in alle EU-Staaten außer Irland sowie in die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island verboten.

Die Empfehlungen sind allerdings nicht bindend, deshalb müssen sich die EU-Länder nicht daran halten. Zudem gelten Ausnahmen etwa für EU-Bürger und ihre Familien. Anfang Juli wurde der Einreisestopp erstmals gelockert. Im Moment betrifft das allerdings nur sechs Länder. Grundlage einer solchen Entscheidung sind unter anderem das Infektionsgeschehen sowie die Quote positiver Testergebnisse in Ländern. Künftig soll auch die Verbreitung neuer Virus-Varianten berücksichtigt werden.

Angesichts dieser besonders gefürchteten Mutationen hatte die EU-Kommission vergangene Woche neue Regeln für die Einreise aus besonders betroffenen Ländern vorgeschlagen. Deutschland hat die Einreise aus solchen Ländern in der Zwischenzeit allerdings schon drastisch eingeschränkt. Doch gibt es zahlreiche Ausnahmen.

Auch die EU-Empfehlungen vom Montag für die Mutationsgebiete sehen Ausnahmen vor. Für Reisende mit wichtiger Funktion könne etwa ein Corona-Schnelltest vor der Abreise ausreichend sein. Für Arbeitnehmer im Transportwesen solle ein Schnelltest bei Ankunft genügen. Für Flugzeug-Besatzungen solle ein «angemessenes» Test-Regime gelten. Die Empfehlungen müssen nach der Entscheidung der Botschafter noch offiziell im schriftlichen Verfahren von den Hauptstädten angenommen werden.

(dpa)

Campingplätze auch in der Corona-Krise gut besucht

16:06
01.02.2021
Weniger Städtereisen, dafür mehr Urlaub in der Natur: Campingplätze sind in der Corona-Krise gut besucht worden. Rund 34 Millionen Übernachtungen verzeichneten die Standorte in Deutschland im vergangenen Jahr, wie der Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland am Montag basierend auf Schätzungen mitteilte. Das war im Vergleich zum Vorjahr demnach ein Rückgang um rund fünf Prozent. Es handele sich dennoch um das drittstärkste Jahr des Sektors, hieß es. Ein Grund dürfte sein, dass Auslandsreisen im Jahr 2020 nur sehr eingeschränkt möglich waren.

Anders als Campingplätze profitierten Hotels, Pensionen und andere Herbergsangebote indes nicht davon. Nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes von Mitte Januar ist die Zahl der Übernachtungen von Reisenden aus dem In- und Ausland gegenüber dem Vorjahr um 40 Prozent auf ein Rekordtief von 299 Millionen gesunken.

«Camping hingegen grenzt sich als autarke und krisensichere Urlaubsform zu anderen Übernachtungsformen eindeutig ab», teilte der Branchenverband weiterhin mit. Besonders stark nachgefragt seien Angebote in Schleswig-Holstein, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen gewesen. Campingplätze in diesen Bundesländern verzeichneten demnach im Schnitt Zuwächse von mehr als zehn Prozent im Vergleich zum Jahr 2019. Hohe Einbußen hingegen gab es im Saarland (Minus 22,6 Prozent), Thüringen (Minus 15,1 Prozent) sowie Baden-Württemberg (Minus 15 Prozent).

(dpa)

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