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20210201083511

11.192 Neu-Infektionen und 399 Todesfälle

06:10
01.02.2021
Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen ist in Deutschland am Wochenende weiter gesunken: Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) bis Sonntagmorgen innerhalb eines Tages 11.192 neue Corona-Infektionen.

Bis Samstag registrierte das RKI 12.321 Neuinfektionen binnen eines Tages. In der Vorwoche waren es samstags noch 16.417 und sonntags 12.257 gemeldete Neuinfektionen gewesen.

Auch die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 ging in der Tendenz zurück: Bis Sonntag registrierte das RKI 399 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden, am Vortag waren es 794. Insgesamt starben demnach am Wochenende 1193 Menschen an oder mit einer Corona-Infektion. Am vorherigen Wochenende waren es 1228 Tote gewesen.

Seit Beginn der Pandemie registrierte das RKI in Deutschland 2.216.363 Infektionen mit Sars-CoV-2 und 56.945 Todesfälle. Der Höchststand der binnen eines Tages erfassten Todesfälle war mit 1244 am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war der höchste Wert mit 33.777 am 18. Dezember gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 0,91 (Vortag 0,92). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 91 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Auch die Zahl der intensivmedizinisch versorgten Covid-19-Patienten ging zurück: Am Sonntag lagen auf den Intensivstationen nach Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) 4348 Menschen mit Covid-19. 2336 von ihnen (54 Prozent) wurden invasiv beatmet. Der Höchststand war Anfang Januar mit 5762 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen erreicht worden.

(dpa)

Stoch fordert weitere Milliardenhilfen für die Kommunen

05:19
01.02.2021
Angesichts der anhaltenden Folgen der Corona-Krise fordert die SPD im Land weitere Milliardenhilfen für die Kommunen. Das Land müsse die Gewerbesteuerausfälle auch für dieses Jahr komplett kompensieren, sagte Partei- und Fraktionschef Andreas Stoch der Deutschen Presse-Agentur. «Das ist zwingend notwendig - wenn die Kommunen vor Ort ihre Investitionstätigkeit einstellen, geht die Wirtschaft sowieso in die Knie.»

Das Land habe noch Geld in der Kasse, sagte Stoch. So gebe es Rücklagen für Haushaltsrisiken für das Jahr 2021 in Höhe von 204 Millionen Euro. Zudem seien von den Krediten aus dem vergangenen Frühjahr in Höhe von 5,8 Milliarden Euro erst drei Milliarden abgeflossen. Das müsse umgeschichtet werden. «Es bräuchte einen Kassensturz», sagte Stoch. Die Pandemiefolgen seien noch nicht ausgestanden. «Gegen die Krise darf man nicht ansparen», betonte er. Nun müsse man zusehen, dass die Konjunktur belebt werde.

Durch die Corona-Krise ist nach Angaben des baden-württembergischen Städtetags vor allem die Gewerbesteuer als wichtigste Einnahmequelle eingebrochen. Für 2020 rechnete der Städtetag im November mit 1,7 Milliarden Euro weniger Gewerbeeinnahmen als im vergangenen Jahr vorausgesagt. Bund und Länder greifen den Kommunen deshalb mit Hilfspaketen unter die Arme und gleichen fehlende Gewerbesteuereinnahmen aus. Für 2021 und die Jahre darüber hinaus seien aber bisher noch keine Finanzhilfen in Aussicht gestellt, kritisierte Stoch.

(dpa/lsw)

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