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IG Metall will Sonderurlaub für Eltern

13:21
23.12.2020
IG-Metall-Chef Jörg Hofmann fordert bei einer Verlängerung des Lockdowns mehr Unterstützung für Eltern. «Wenn Kitas und Schulen im Januar länger geschlossen bleiben, brauchen wir echten Sonderurlaub für Eltern», sagte der Erste Vorsitzende der Gewerkschaft der «Welt» (Mittwoch). Dabei dürfe es keinen Unterschied machen, ob jemand im Homeoffice sei oder in den Betrieb gehe. «Wer arbeitet, arbeitet, wer betreut, betreut.» Er erwarte von der Regierung, dass sie tragfähige Lösungen finde, sagte er der Zeitung. «Was jetzt vorliegt, ist völlig unzureichend.»

Bund und Länder hatten in ihrem Beschluss zum Lockdown bis 10. Januar zusätzliche Möglichkeiten für Eltern versprochen, in dem Zeitraum bezahlten Urlaub für die Kinderbetreuung zu nehmen. Jüngst hatte auch die Bundeselternvertretung für Kita-Kinder verlässliche Regelungen zum Sonderurlaub für Eltern gefordert. Zudem ist offen, wie es an den Schulen weiter geht. Der Deutsche Lehrerverband erklärte am Mittwoch, er erwarte nicht, «dass vollständiger Präsenzunterricht ab dem 11. Januar wieder möglich ist».

Hofmann forderte zudem mehr Anstrengungen für den Ausbau der Elektromobilität. «Wir müssen den Ausbau der Ladeinfrastruktur mit grünem Strom beschleunigen, sonst sind die klimapolitischen Zielsetzungen hinfällig.» Das Kaufinteresse der Kunden werde fallen, wenn sie die ersten Schlangen vor der Schnellladesäulen sähen.

Sollte es nach der Bundestagswahl im kommenden Jahr zu einer  schwarz-grünen Koalition kommen, hat Hofmann mit Blick auf die Autobranche hohe Erwartungen an die Grünen. «Sie müssten hier unter Beweis stellen, dass sie die Energiewende und den Ausbau der Ladeinfrastruktur besser voranbringen», sagte er der «Welt». «Schaut man Landesregierungen mit grüner Beteiligung an, ist dies keine Selbstverständlichkeit.» Er glaube aber, dass die Sensibilität für  Schlüsselbranche auch bei den Grünen gewachsen sei.

(dpa)

Generalprobe in Impfzentrum - Soldaten testen die Abläufe

13:11
23.12.2020
Rund 300 Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten haben am Mittwoch in einem Testlauf den Betrieb des künftigen Berliner Impfzentrums in der Arena Treptow geprobt. Etwa 120 von ihnen schlüpften dafür als Darsteller in die Rollen alter Menschen, die zum Beispiel schlecht sehen, hören oder laufen können. Die anderen kümmerten sich um Anmeldung, Begleitung und Dokumentation.

Die Generalprobe solle zeigen, ob es möglich ist, impfwillige Menschen innerhalb von 70 Minuten unter Einhaltung aller Abstands- und Hygieneregeln zu betreuen, sagte Detelf Cwojdzinski als Projektsteuerer für das Deutsche Rote Kreuz am Mittwoch. Sonst werde nachjustiert. Nach den aktuellen Planungen sollen nach dem Praxistest in der Arena bereits am Sonntag die ersten Menschen dort geimpft werden. Geplant sei das Angebot für Personal aus Pflegeheimen.

(dpa)

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