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Allergiker sollten wegen Impfung «nicht nachhaltig verunsichert sein»

13:10
23.12.2020
Berichte über allergische Reaktionen auf den Biontech-Impfstoff sollte Allergiker nicht allzu sehr beunruhigen, findet Prof. Ludger Klimek, Präsident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen. «Allergische Reaktionen auf Impfstoffe sind nicht ungewöhnlich, kommen glücklicherweise aber sehr selten vor», sagte der Präsident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen, am Mittwoch in Wiesbaden.

Schwere allergische Reaktionen nach Corona-Impfungen in Großbritannien und den USA hätten «für erhebliche Verunsicherung unter den geschätzt 105 Millionen Allergikern in der EU geführt», heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme der deutschen allergologischen Gesellschaften. «Die meisten Allergiker müssen durch die aktuelle Situation nicht nachhaltig verunsichert sein. Nur sehr wenige Personen werden wohl aufgrund des Allergie-Risikos von einer Impfung ausgeschlossen werden müssen», sagte Klimek.

In der Zulassungs-Studie waren Patienten mit schweren Allergien ausgeschlossen. «Die hier noch fehlenden Daten zur Verträglichkeit bei Anaphylaxie-gefährdeten Patienten müssen nun schnellstmöglich erhoben werden», forderte Prof. Klimek. Derzeit würden
Tests entwickelt, um gefährdete Patienten zu erkennen.

(dpa)

Corona-Impfstoff: Auslieferung an EU-Staaten beginnt

12:04
23.12.2020
Die Auslieferung des Corona-Impfstoffs der Unternehmen Biontech/Pfizer an die EU-Staaten beginnt. Die Transporter seien bereit, den Pfizer-Standort im belgischen Puurs zu verlassen, teilte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. So werde sichergestellt, «dass die nationalen Gesundheitsbehörden in ganz Europa ihre Impfprogramme ab dem 27. Dezember starten können - der Start der Europäischen Impftage der Europäischen Kommission». Auch in Deutschland sollen die ersten Impfstoff-Dosen am Sonntag gespritzt werden.

«Die Arbeiten sind nun in vollem Gange, um die ersten Chargen für die Verteilung vorzubereiten», hieß es von Pfizer. Aus Sicherheitsgründen äußere man sich zu diesem Zeitpunkt jedoch «nicht zu den Details der einzelnen Lieferungen». Auch auf Nachfrage wollte der Sprecher nicht sagen, ob die Transporter das Werk in Puurs bereits verlassen haben. Biontech hatte am Dienstag angekündigt, dass die Auslieferung des Impfstoffs an diesem Mittwoch von Puurs aus beginnen sollte.

Die «Bild»-Zeitung hatte am Mittwochmorgen berichtet, dass Lkw auf dem Pfizer-Gelände in Puurs rückwärts an die Rampe führen und die Kühlauflieger mit Corona-Impfstoff beladen.

Der Pfizer-Sprecher teilte nun mit, die Anlage in Puurs südlich von Antwerpen werde weiter in Betrieb sein und eine wichtige Rolle «in unserem globalen Produktions- und Lieferbetrieb als Formulierungs-, Abfüll- und Weiterverarbeitungsstandort für Europa und den Rest der Welt (ohne USA) spielen». Basierend auf aktuellen Prognosen gehe man davon aus, «dass wir im Jahr 2021 weltweit bis zu 1,3 Milliarden Impfstoffdosen COVID-19 produzieren werden».

(dpa)

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