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Mehr als fünf Millionen Menschen in Gesundheitsberufen

11:09
23.12.2020
In Deutschland sind nach jüngsten Erhebungen aus dem Jahr 2018 ungefähr fünfeinhalb Millionen Menschen in Gesundheitsberufen beschäftigt. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Viele von ihnen dürften nach den aktuellen Plänen ab Sonntag bevorzugt gegen das Coronavirus geimpft werden. Etwa dreieinhalb Millionen Beschäftigte haben nach Angaben der Wiesbadener Behörde direkten Patientenkontakt.

Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2018, aktuellere Erhebungen liegen dem Bundesamt nicht vor. Damals gab es konkret 5,65 Millionen Beschäftigte im Gesundheitswesen und 3,63 Millionen mit direktem Patientenkontakt. Das waren 1,3 Prozent mehr als 2017. Rund drei Viertel waren Frauen.

Etwa ein Fünftel des gesamten Gesundheitspersonals war zuletzt in Krankenhäusern tätig (1,17 Millionen), weitere 836 000 Beschäftigte arbeiteten in anderen stationären oder teilstationären Einrichtungen.

In Arztpraxen arbeitete jeder achte Beschäftigte (700 000 Menschen). Knapp ein Fünftel (1,11 Millionen) war in Berufen der Gesundheits- und Krankenpflege, im Rettungsdienst und in der Geburtshilfe tätig. Etwa die Hälfte von ihnen (538 000) arbeitete in Krankenhäusern.

391 000 Human- und 74 000 Zahnmediziner gab es 2018 in Deutschland. 678 000 Beschäftigte waren als Arzt- und Praxishilfe.

Ein Teil der Beschäftigten im Gesundheitswesen gehört aufgrund des Alters zur Risikogruppe für einen schwereren Covid-19-Verlauf. Rund jeder achte Beschäftigte war mindestens 60 Jahre alt.

Das Personal in Pflegeeinrichtungen soll ebenfalls mit hoher Priorität gegen das Coronavirus geimpft werden. Ende 2019 waren in Pflegeheimen 796 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Auch hier war etwa jeder achte Beschäftigte mindestens 60 Jahre alt.

(dpa)

Gegner von Corona-Politik sollen Böhmermanns Adresse gepostet haben

11:02
23.12.2020
Als Reaktion auf das neue Satire-Video von Jan Böhmermann sollen Gegner der Corona-Maßnahmen die Adresse des Moderators im Netz veröffentlicht haben. Nun ermittelt in dem Fall der Staatsschutz, wie in Sprecher der Kölner Polizei am Mittwoch erklärte. Böhmermann habe sich an die Behörden gewandt - die Adresse sei auf einem Messengerdienst veröffentlicht worden. «Unter anderem wurde angekündigt oder angedroht, man solle doch mal bei einem Autokorso hupend an seinem Haus vorbei fahren», sagte der Sprecher. Zuerst hatte die «Bild»-Zeitung über entsprechende Einträge in einer Gruppe auf dem umstrittenen Dienst Telegram berichtet, der als Tummelbecken für Anhänger von Verschwörungstheorien gilt.

Die Adressen-Veröffentlichung soll eine Retourkutsche für Böhmermanns Video vom Freitag gewesen sein. Der Satiriker (39) hatte in seiner ZDF-Show einen Kinderchor gezeigt, der über eine fiktive Oma sang, die die Corona-Pandemie leugnet. Die Großmutter wisse, es gebe «gar kein Corona, Corona, Corona», sangen die Kinder. Die Oma feiere Après-Ski in Ischgl und habe «keinen Bock auf Social Distance». Schließlich trat Böhmermann selbst auf und intonierte: «Meine Oma liegt seit vorgestern im Koma, im Koma, im Koma.» Das Video hatte wie erwartet für Kontroversen im Netz gesorgt.

(dpa)

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