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Ausgangsbeschränkung beschneidet auch Reisen per Bahn und Flieger

10:50
23.12.2020
Während der erweiterten Ausgangsbeschränkungen zwischen 20.00 und 05.00 Uhr sind in Baden-Württemberg Bahnreisen im Nah- und Fernverkehr sowie per Flieger nur aus triftigem Grund zulässig. Darauf wies am Mittwoch das Verkehrsministerium in Stuttgart hin. Wer nicht unbedingt reisen müsse, müsse zu Hause bleiben. «Ausnahmen gibt es nur in wenigen Fällen, zum Beispiel bei Verspätungen und nicht möglicher Umbuchung.»

Nach Angaben des Verkehrsministeriums ist der Buchungszeitpunkt der Verbindung entscheidend, ob man die Reise unternehmen kann. Wer vor dem Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkungen am 16. Dezember bereits eine Zug- oder Flugverbindung gebucht habe, könne diese auch während der Ausgangssperre antreten. Voraussetzung sei allerdings, dass eine Umbuchung der Verbindung nicht zumutbar sei, beispielsweise bei zu hohen Kosten. Wenn zuerst ein Sonder- oder Sparangebot gebucht worden sei und nach der Umbuchung nur noch Zugverbindungen zum normalen Preis zur Verfügung stünden, mache dies eine Umbuchung jedoch nicht pauschal unzumutbar.

Für Zug- oder Flugverbindungen, die nach der Regelung über die Ausgangsbeschränkungen gebucht wurden, gilt diese Ausnahme laut Mitteilung nicht. Jeder Reisende müsse selbst dafür sorgen, dass er sich an die Vorgaben halte. Größere Verspätungen im Bahn- oder Flugverkehr gelten als triftiger Grund und in diesem Fall können die Reisenden bis zum Zielort weiterfahren.

Von Heiligabend bis 26. Dezember gibt es Ausnahmen von den Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen für private Feiern. Deshalb sei An- und Abreise mit Bahn- und Flugzeug auch zwischen 20.00 und 5.00 Uhr möglich. Dadurch werde sichergestellt, dass Weihnachten im engsten Kreis gemeinsam gefeiert werden könne, teilte das Verkehrsministerium weiter mit.

(dpa)

Ansteckungsgefahr trotz Maske bei Niesen und Husten

08:09
23.12.2020
Wer aus geringer Distanz angeniest oder angehustet wird, läuft trotz Mund-Nasen-Masken Gefahr, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Das ergab eine Untersuchung amerikanischer Wissenschaftler mit fünf verschiedenen Masken. Nur eine spezielle Partikelmaske bot im Test einen hundertprozentigen Schutz gegen Tröpfchen mit Viruspartikeln. Die Studie einer Gruppe um Krishna Kota von der New Mexico State University in Las Cruces (USA) ist im Fachmagazin «Physics of Fluids» erschienen.

«Eine Maske hilft auf jeden Fall. Aber wenn die Menschen sehr nahe beieinander sind, besteht immer noch die Möglichkeit, dass sich das Virus verbreitet oder dass man daran erkrankt», sagte Kota. Die Forscher bauten eine Apparatur, in der sie die getesteten Masken in einer Entfernung von 1,83 Meter mit 40 000 Tröpfchen (für ein Niesen) oder 3000 Tröpfchen (für ein Husten) besprühten. Die Geschwindigkeit betrug in der Mitte der Tröpfchenwolke 11,5 Kilometer pro Stunde.

Eine zweilagige Stoffmaske ließ 3,6 Prozent der Tröpfchen durch. Wie aus früheren Studien hervorgeht, kann ein Nieser bis zu 200 Millionen Viruspartikel enthalten. In einem solchen Fall kämen noch mehr als sieben Millionen Viruspartikel durch die Maske, was weit über die Zahl von 1000 Partikeln liegt, die nach früheren Erkenntnissen für eine Infektion mit dem Coronavirus ausreichen kann. Bei einer zweilagigen Stoffmaske mit einem Filter für Feinstaub (PM 2,5) kamen 1,7 Prozent der Tröpfchen durch.

Lediglich die N95-Maske, die einen Standard der amerikanischen Bundesbehörde für arbeitsmedizinische Forschung Niosh erfüllt, filterte sämtliche Tröpfchen aus der Luft. Allerdings gilt das nur, wenn ein anderer niest oder hustet. Ist der Maskenträger selbst die Quelle der Tröpfchenwolke, können 0,98 Prozent der Tröpfchen die N95-Maske durchdringen. Hier bieten die Chirurgenmaske (0,19 Prozent) und die Masken mit Feinstaubfilter (0,19 Prozent) einen besseren Schutz.

«Es sind nicht nur Masken, die helfen. Es sind sowohl die Masken als auch das Abstandhalten», betont Kota. Ihre Studie bestätige quantitativ, dass das Tragen von Masken und das Abstandhalten in den meisten Fällen einen guten Schutz vor der Ansteckung mit dem Coronavirus bieten, schreiben die Forscher. Die Durchlässigkeit der Masken ohne Niesen und Husten oder das mögliche Entweichen der Viren seitwärts haben die Forscher nicht untersucht.

(dpa)

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