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20201222140332

Illegale Corona-Schnelltests: Bezirksregierung kontaktiert Käufer

13:19
22.12.2020
Nach einer Durchsuchung bei einer Firma in Frechen kontaktiert die Bezirksregierung Köln nun alle Käufer von bundesweit illegal in den Handel gelangten Corona-Schnelltests. Die sichergestellte Kundenliste des Unternehmens werde noch ausgewertet, teilte eine Sprecherin am Dienstag mit. Sie enthalte allerdings etwa 5700 Kunden, von denen zwischen 4000 und 4500 den Schnelltest nicht hätten erhalten dürfen. «Die Kunden werden gerade alle durch die Bezirksregierung kontaktiert und aufgefordert, die Schnelltests umgehend aus dem Verkauf zu nehmen und vorhandene Lagerbestände an die Bezirksregierung zurückzusenden», erklärte die Sprecherin.

In dem Fall geht es um Corona-Schnelltests, die nach Behörden-Angaben durch die Firma unter anderem bei Tankstellen, in Supermärkten, Tierarztpraxen und Brauereien in Umlauf gebracht worden waren. Der Kreis, an den derartige Tests abgegeben werden dürfen, ist aber strikt eingegrenzt. Ärzte zählen zum Beispiel dazu. Die Abgabe außerhalb des erlaubten Personenkreises ist nach Angaben der Bezirksregierung eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld von bis zu 30 000 Euro sanktioniert werden.

Bei dem Geschäftsführer des Unternehmens hatte die Bezirksregierung zusammen mit der Polizei und dem Ordnungsamt Wohnung und Firma durchsucht. Sie warnte vor einer vermeintlichen Sicherheit durch falsche negative Tests, wenn diese von Laien durchgeführt würden. Die Schnelltests selbst sollen allerdings korrekt zugelassen und nicht zu beanstanden sein.

(dpa)

Biontech: Impfstoff-Erfolg wird auch andere Forschung beschleunigen

13:16
22.12.2020
Der Erfolg bei der Herstellung eines wirksamen Corona-Impfstoffes zeigt nach Einschätzung von Biontech das «bahnbrechende Potenzial» der auf dem Botenmolekül mRNA beruhenden Technik. Der Erfolg mit dem Corona-Impfstoff erlaube es Biontech, diese Forschungen auf vielen Gebieten beschleunigt voranzutreiben, sagte Firmenchef Ugur Sahin am Dienstag. Auch weitere Felder würden erforscht. Dabei gehe es aber nicht nur um mRNA, sondern auch um Gentherapie und andere Techniken.

«Unser Ziel ist es, auch eine Behandlung gegen Krebs auf den Markt zu bringen, die auf die medizinischen Bedürfnisse von einzelnen Patienten eingeht», sagte Sahin. Das Mainzer Unternehmen ist eigentlich auf individualisierte Immuntherapien für Krebspatienten spezialisiert. Weltweit bekannt wurde es aber wegen seiner führenden Rolle bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus, für die sich die Mainzer mit dem US-Pharmagiganten Pfizer zusammengeschlossen haben. Der Impfstoff war am Montag in der EU zugelassen worden.

(dpa)

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