Letztes Update:
20210119114539

Modehandel fürchtet Folgen einer Lockdown-Verlängerung

11:22
19.01.2021
Der Modehandel befürchtet eine massive Verschärfung seiner Probleme durch eine Verlängerung des Lockdowns. Modehäuser und Boutiquen hätten dadurch am Ende noch weniger Tage für den Abverkauf der Winterware, die sich in den Läden stapele, sagte der Präsident des Handelsverbandes Textil (BTE), Steffen Jost, am Dienstag. «Jeder Tag, an dem die Läden zusätzlich geschlossen bleiben, verschärft die Probleme massiv.»

Die Not vieler Textilhändler sei heute schon sehr groß, betonte Jost. Die vom Staat angekündigten vereinfachten und verbesserten Hilfen, müssten deshalb spätestens im Februar fließen. Dann beginne die Lieferung der ersten Frühjahrs- und Sommer-Kollektionen und müsse bezahlt werden.

Jost bekräftigte die Forderung nach einer Gleichnehandlung des Einzelhandels mit der Gastronomie bei den Corona-Hilfen. Dabei müsse der Wertverlust der bislang unverkauften modischen Ware über Abschreibungen berücksichtigt werden. «Die jüngsten Signale für eine vereinfachte und verbesserte Hilfe klingen gut», sagte er, ließ aber auch eine gewisse Skepsis erkennen, was die künftige Umsetzung angeht. Bislang klaffe zwischen Ankündigungen und tatsächlichen Hilfen beim Textilhandel «ein riesenhaftes Loch».

(dpa)

AfD-Fraktionen fordern sofortiges Lockdown-Ende

11:21
19.01.2021
Die AfD-Fraktionen in Bundestag und Landesparlamenten fordern ein umgehendes Ende des Lockdowns in Deutschland. «Die erhobenen wissenschaftlichen Zahlen haben bewiesen, dass der Lockdown vulnerablen Gruppen keinen Schutz bietet, nachfolgende Generationen mit kaum bezahlbaren Schulden belastet und ganze Wirtschaftszweige irreparabel schädigt», heißt es unter der Zwischenüberschrift «Lockdown sofort beenden» in einem gemeinsamen Thesenpapier. Es wurde am Dienstag im Anschluss an Beratungen der Fraktionsspitzen aus Bund und Ländern in Berlin vorgestellt.

Die stellvertretende Bundestagsfraktionsvorsitzende Beatrix von Storch sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Wir müssen die Alten schützen und nicht die Existenz von Millionen Bürgern zerstören. Die Maßnahmen haben keine wissenschaftliche Basis.» Sie bezeichnete sie als «rein willkürlich, unverhältnismäßig und wirklichkeitsfremd».

In dem Papier wird die «unverzügliche Öffnung» jetzt geschlossener Einrichtungen von Hotels über die Gastronomie und den Handel bis hin zu Kultur- und Bildungseinrichtungen gefordert, «sofern sie die Einhaltung der Hygienevorschriften jederzeit gewährleisten können». Vor allem ältere und besonders gefährdete Menschen gehörten in den Fokus der Schutzmaßnahmen. Die AfD schlägt dafür mehr Tests in der Pflege, bestimmte Einkaufs- und Nutzungszeiten für Ältere und Vorerkrankte im Einzelhandel, in Fitnessstudios oder beim Friseur vor und Taxi-Gutscheine, um die Betroffenen vor Ansteckungen in öffentlichen Verkehrsmitteln zu schützen.

(dpa)

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