Letztes Update:
20201218110207

Spahn: Impfung zuerst für diejenigen, denen es Lebensjahre bringt

10:55
18.12.2020
 Die erste Corona-Impfphase in Deutschland, in der vor allem sehr alte Menschen oder Pflegeheimbewohner geimpft werden sollen, wird nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ein bis zwei Monate dauern. «Die Schwächsten zu schützen, das ist das erste Ziel unserer Impfkampagne», sagte der CDU-Politiker am Freitag anlässlich der Unterzeichnung der Corona-Impfverordnung, in der eine entsprechende Impfreihenfolge festgelegt wird. Man werde mindestens ein bis zwei Monate brauchen, bis dieses Ziel erreicht sei. Erst dann könne man darüber nachdenken, Zug um Zug das Angebot zu verbreitern. «Das heißt für uns alle: Der Winter wird noch lang.»

«Jeder zweite Todesfall ist ein über 80-Jähriger, eine über 80-Jährige», sagte Spahn weiter. Deswegen würden alle Länder in den Pflegeeinrichtungen beginnen. Auch die Ärzte und Pflegerinnen und Pfleger in Kliniken gehörten zur ersten Priorität. Aber in den ersten Tagen werde zuallererst in den Pflegeeinrichtungen geimpft. Alle anderen bat der Minister erneut um Geduld. «Ich bitte Sie darum abzuwarten, bis auch Sie an der Reihe sind. Wir beginnen zuerst mit den Älteren, den Hochbetagten, denjenigen, die sie pflegen und betreuen, um genau diese besonders Verwundbaren zu schützen.» Geplant ist, dass die Impfungen in Deutschland am 27. Dezember beginnen.

(dpa)

Heimstiftung fordert Testpflicht für Pflegeheimbesucher

10:41
18.12.2020
Die Evangelische Heimstiftung fordert von der Landesregierung, Corona-Tests der Besucher von Pflege- und Seniorenheimen verbindlich zu machen. Zwar sei das Tragen einer Maske obligatorisch, aber nicht der Abstrich, monierte der Hauptgeschäftsführer des größten Altenhilfeträgers im Südwesten, Bernhard Schneider, am Freitag in Stuttgart. «In einzelnen Fällen können Heime sich auf das Hausrecht berufen. Wenn aber Besucher den Test verweigern, gibt es wenig Spielraum.»

Laut Verordnung ist der Besuch in Krankenhäusern und stationären Einrichtungen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf nur nach vorherigem negativem Antigentest oder mit einem hochwirksamen Atemschutz wie der FFP2-Maske möglich. Damit eröffnet sich die Option, auf den Test zu verzichten.

«Aber auch negative Tests sind kein Freischein, um die Maske abzunehmen und die Oma zu umarmen», sagte Schneider. Das Einhalten der Abstand- und Hygieneregeln werde in den 90 Heimen des Trägers streng kontrolliert. Im Zweifel würden Hausverbote erteilt.

(dpa/lsw)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen