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DFB-Arzt Meyer: Gesunde Fußballer in letzter Impfgruppe

15:41
16.01.2021
Nationalmannschafts-Arzt Tim Meyer sieht Impfungen von Bundesligaprofis gegen das Coronavirus derzeit nicht als dringlich an. In einem Interview des Deutschlandfunks sagte der Mediziner, die bestehenden Hygienekonzepte reichten aus, um vernünftig Fußball zu spielen. Die Impfstrategie sei klar geregelt, es gebe priorisierte Gruppen. «Da sind gesunde junge Fußballspieler in der allerletzten Gruppe», sagte Meyer. Der 53-Jährige hatte im vorigen Frühjahr mit der Entwicklung eines Hygienekonzeptes für die Deutsche Fußball Liga maßgeblichen Anteil daran, dass die Saison in der Bundesliga und 2. Liga nach einer coronabedingten Pause noch beendet werden konnte.

Auch mit Blick auf Impfungen von Sportlern vor der Endrunde der Fußball-EM im Sommer oder den auf dieses Jahr verschobenen Olympischen Spielen in Tokio äußerte sich Meyer skeptisch. Dieser Gedanke sei ihm ebenfalls fremd. Die Entscheidung dazu liege nicht beim Sport, sondern bei der Politik. Er wisse nicht, ob sich die Bundesregierung damit auseinandersetze, «ob sie für Repräsentanten Deutschlands solche Dinge einräumt», sagte der in Saarbrücken tätige Mediziner.

Zuvor hatten DFL-Geschäftsführer Christian Seifert und der Geschäftsführer der Handball-Bundesliga, Frank Bohmann, in der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» betont, Profisportler sollten nicht zu jenen gehören, die bevorzugt geimpft werden sollten.

(dpa)

Günther: Nicht nur über zusätzliche Corona-Beschränkungen reden

15:38
16.01.2021
Bei den Beratungen zum Vorgehen in der Corona-Krise soll es aus Sicht von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther nicht allein um neue Beschränkungen gehen. Beim Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am kommenden Dienstag sollte nicht nur darüber geredet werden, welche Verschärfungen vielleicht nötig seien, sagte der CDU-Politiker am Samstag im TV-Sender Phoenix. «Wir müssen auch beschreiben, was heißt das in den Monaten Februar, März, April, wenn bestimmte Inzidenzwerte unterschritten werden, welche Bereiche können wir auch dann dauerhaft wieder öffnen.»

Günther erläuterte, natürlich müsse man sich auch mit der neuen Virus-Variante auseinandersetzen und ob die Maßnahmen ausreichten. Man habe aber feststellen können, dass gerade zusätzlich verschärfte Beschränkungen eine Wirkung entfaltet hätten. «Die Infektionszahlen gehen in vielen Ländern runter.» So liege die Zahl der Neuinfektionen in Schleswig-Holstein pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen nun bei 85. Dies sei noch weit von 50 entfernt - eine solche sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz wird bundesweit angestrebt. Es sei aber auch noch ein bisschen Zeit bis zum Ende des Monats, sagte Günther.

(dpa)

Drei slowenische Biathleten in Oberhof in Quarantäne

12:22
16.01.2021
Drei slowenische Biathleten mussten sich beim Weltcup in Oberhof in Quarantäne begeben. Wie der Weltverband IBU am Samstag mitteilte, gab es zwei positive Befunde auf das Coronavirus in der Mannschaft, einen davon bei einem Sportler. Zwei weitere Skijäger wurden zudem als direkte Kontaktpersonen identifiziert und mussten sich isolieren. Namen nannte die IBU nicht.

Es waren nicht die ersten Fälle in Thüringen. Unter anderen mussten schon zwei Athleten aus Tschechien sowie die gesamte bulgarische Mannschaft in Quarantäne. Auch freiwillige Helfer waren betroffen.

Insgesamt wurden bei den bisherigen Biathlon-Weltcups in diesem Winter in Kontiolahti/Finnland, Hochfilzen/Österreich und Oberhof rund 7400 Corona-Tests durchgeführt. Dabei gab es 41 Fälle, die eine Quarantäne erforderten.

(dpa)

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