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Polizei löst illegales Treffen von Berliner Fußball-Fans auf

12:21
16.01.2021
Ein illegales Treffen von bis zu 40 Fußballfans des Berliner Regionalligisten BFC Dynamo ist am Freitagabend von der Polizei aufgelöst worden. Die Gruppe in Fankleidung wollte entgegen der Corona-Regeln das 55-jährige Bestehen des Clubs in Berlin-Lichtenberg «gebührend» feiern, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Es sollte demnach Pyrotechnik abgebrannt werden, mit legalen und illegalen Feuerwerkskörpern. Die Beamten beschlagnahmten das Material. Auch ein Schlagstock und mutmaßliche Drogen wurden sichergestellt.

Einige Fans hätten die Sicherheitskräfte beleidigt, ein 47-Jähriger habe versucht, einen Polizisten zu schlagen, hieß es weiter. Er wurde vorläufig festgenommen. Alle erhielten Platzverweise. Die Beamten notierten neben der Anzeigen wegen Beleidigung auch Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz und gegen das Infektionsschutzgesetz.

(dpa)

Seifert und Bohmann gegen vorgezogene Impfung für Profisportler

10:54
16.01.2021
Profisportler sollten bei der Impfung gegen das Coronavirus nach Meinung von DFL-Chef Christian Seifert und HBL-Boss Frank Bohmann keinen Vorzug vor anderen Gruppen erhalten. «Ich persönlich denke, dass Profisportler nicht zu denen gehören, die prioritär geimpft werden sollten», sagte Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga, in einem Interview der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Samstag). «In Deutschland werden Sie meiner Einschätzung nach keine Liga hören, die fordert, dass Profisportler zuerst geimpft werden sollen», sagte der 51-Jährige.

«Der Profisport hat seinerzeit von Anfang an klargestellt, dass wir uns mit den wenigen Tausenden Tests, die wir zur Aufrechterhaltung unseres Spielbetriebs benötigen, hinten anstellen, sofern diese eine Einschränkung der allgemeinen medizinischen Versorgung bedeutet hätten», sagte Bohmann, der Geschäftsführer der Handball-Bundesliga. «Auch jetzt stellt sich die Frage einer vorgezogenen Impfung überhaupt nicht, auch hier sind wir Teil der Gesellschaft und stellen uns in die Schlange.»

Das dienstälteste IOC-Mitglied, Richard Pound, hatte sich dafür ausgesprochen, Athleten bei der Impfung Vorrang einzuräumen, um die Olympischen Spiele in Tokio trotz Corona austragen zu können. Er glaube nicht, dass die verhältnismäßig sehr wenigen für die Sportler benötigten Impfdosen für einen öffentlichen Aufschrei sorgen würden, sagte der 78 Jahre alte Kanadier dem Nachrichtenkanal Sky News.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann hatte sich indes gegen eine Bevorzugung von Athletinnen und Athleten ausgesprochen. «Wir werden uns da in keiner Weise vordrängen», betonte er kürzlich in einem Interview der «Augsburger Allgemeinen».

(dpa)

Biontech-Impfstoff künftig einfacher einsetzbar

10:03
16.01.2021
Bei den Corona-Impfungen in Deutschland kann das Präparat der Hersteller Biontech und Pfizer künftig einfacher eingesetzt werden. Wie aus aktualisierten Handlungsempfehlungen von Biontech hervorgeht, kann der Impfstoff auch schon als fertige Dosis in der Spritze bis zu sechs Stunden bei 2 bis 8 Grad transportiert werden. Das hätten neue Daten zur Stabilität des Impfstoffes ergeben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Samstag der Deutschen Presse-Agentur, dies sei eine gute Nachricht besonders für Pflegebedürftige, die zu Hause auf eine Impfung warten. Die Länder könnten die Impfkampagne nun flexibler organisieren. «Dass fertige Impfdosen in Spritzen künftig bereits in den Impfzentren für den Transport vorbereitet werden können, hilft ganz praktisch beim Kampf gegen die Pandemie.»

Bisher wurde empfohlen, bereits verdünnten Impfstoff nicht zwischen Einrichtungen zu transportieren - also zwischen den Impfzentren der Länder, wo das Präparat bei minus 70 Grad lagert, und Impf-Einsätzen in Pflegeheimen oder Einrichtungen des betreuten Wohnens. Nach Angaben von Biontech ist verdünnter Impfstoff maximal sechs Stunden bei 2 bis 30 Grad haltbar. Er könne also bei Bedarf schon im Impfzentrum verdünnt und dann als vorbereitete Dosis in der Spritze vorsichtig transportiert werden. Dafür sollten spezielle Kühlboxen verwendet werden. Spritzen oder Fläschchen sollten sicher verpackt sein, damit sie aufrecht stehen und nicht lose sind oder rollen.

Aus einer Ampulle können nun auch sechs statt fünf Impfdosen gezogen werden. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer wurde Ende 2020 als erster in der EU zugelassen, inzwischen wird auch das Präparat des US-Herstellers Moderna in Deutschland eingesetzt.

(dpa)

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