Letztes Update:
20210115163210

Umarmungen trotz Corona - Eine Plastikplane hilft

16:28
15.01.2021
Umarmungen sind in Corona-Zeiten besonders wertvoll: Gerade Covid-Patienten im Krankenhaus vermissen die Nähe ihrer Familienangehörigen sehr. In Italien, wo Küsschen und Umarmungen bisher nicht wegzudenken waren, suchen Krankenhäuser und Pflegeheime deshalb oft nach kreativen Lösungen für mehr nahen Kontakt. So auch im «Nuovo Ospedale dei Castelli» in Ariccia südlich von Rom. Dort helfen ein sogenannter Umarmungsraum und eine spezielle Kunststoff-Vorrichtung dabei, sich persönlich in den Arm zu nehmen. Die Plastik-Abtrennung hat schlauchartige Hüllen für die Arme. Damit können Angehörige ihren Lieben, die sich auf dem Weg der Besserung befinden, nahe sein - etwa das Paar Salvatore und Alida, das den 50. Hochzeitstag feierte. Bei der ersten Präsentation der Umarmungsfolie vor einiger Zeit hatten Ärzte gesagt, dass mit mehr Glücksgefühlen vermutlich auch die Heilung beschleunigt werden könne.

(dpa)

Pfizer kann zugesagte Impfstofflieferungen nicht einhalten

15:33
15.01.2021
Der Pharmakonzern Pfizer kann nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums in den kommenden drei bis vier Wochen die bereits zugesagte Menge an Corona-Impfstoff nicht liefern. Das sei der EU-Kommission und über diese den EU-Mitgliedsstaaten kurzfristig mitgeteilt worden, teilte das Ministerium am Freitag mit. Ein Sprecher fügte hinzu, dass die für Deutschland am Montag vorgesehene wöchentliche Lieferung wie geplant erfolge.

Grund für die Lieferprobleme sind demnach Umbauten im Pfizer-Werk im belgischen Puurs. Diese dienten nach Angaben des Unternehmens dazu, die Kapazitäten ab Mitte Februar zu erhöhen. Aus Puurs würden alle Länder der Welt außer den USA beliefert. «Die Gesundheitsministerinnen und -minister von Bund und Ländern nehmen diese sehr kurzfristige wie unerwartete Mitteilung der Kommission und von Pfizer mit Bedauern zur Kenntnis», hieß es in der Mitteilung des Ministeriums.

Unklar ist noch, wie groß die Mengen an Impfstoff sind, die nun vorerst nicht zur Verfügung stehen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und seine Länderkollegen berieten nach Angaben des Sprechers am Nachmittag kurzfristig in einer Schaltkonferenz über die Lage.

Bund und Länder erwarteten, dass die EU-Kommission in den Verhandlungen mit Pfizer schnellstmöglich Klarheit und Sicherheit für die weiteren Lieferungen und Lieferdaten schaffe. «Zugesagt ist in jedem Fall, dass die für das 1. Quartal angekündigten Mengen vollständig im ersten Quartal geliefert werden», hieß es weiter.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen