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20210115153554

Corona-Impfstoffproduktion in Marburger Biontech-Werk genehmigt

15:03
15.01.2021
Das Mainzer Unternehmen Biontech darf in seinem neuen Werk in Marburg Corona-Impfstoff herstellen. Das zuständige Regierungspräsidium Gießen habe die Produktion des Mittels in der Anlage in der mittelhessischen Stadt genehmigt, teilte die hessische Landesregierung am Freitag in Wiesbaden mit. Biontech kündigte an, dass es wie geplant beim Produktionsbeginn im Februar bleibe. Dem Unternehmen zufolge vergehen zwischen der Herstellung und Freigabe des kontrollierten Vakzins dann üblicherweise etwa vier Wochen.

Im ersten Halbjahr 2021 sollen in Marburg 250 Millionen Dosen des Impfstoffes von Biontech und seines US-Partners Pfizer hergestellt werden. Als Gesamtmenge einer Jahresproduktion streben die Mainzer nach eigenen Angaben hier 750 Millionen Dosen an.

Biontech hatte das Marburger Werk vor einigen Wochen vom Schweizer Pharma-Konzern Novartis übernommen. Die Anlage muss für die Impfstoffproduktion umgestellt und der Betrieb vom Regierungspräsidium Gießen als zuständige Aufsichtsbehörde genehmigt werden. Der Marburger Produktionsstandort mit 300 Mitarbeitern gehört zu einem Pharma-Park, wo mehrere pharmazeutische Firmen angesiedelt sind.

(dpa)

Corona-Pandemie belastet Börsen auch zum Wochenende

15:01
15.01.2021
Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Freitag für Gewinnmitnahmen auf hohem Kursniveau entschieden. Die nach wie vor hohen Corona-Infektionszahlen und -Todesfälle lassen Anleger zunehmend vorsichtig agieren. Der Leitindex Dax gab am frühen Nachmittag um ein knappes Prozent auf 13 865 Punkte nach. Auf Wochensicht steht somit ein Minus von 1,3 Prozent zu Buche.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen fiel zum Wochenschluss um 1,5 Prozent auf 31 114 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,8 Prozent auf 3613 Zähler.

Am Freitag vor einer Woche war der Dax noch auf ein Rekordhoch deutlich über 14 000 Zählern gestiegen. Die politische Diskussion in Deutschland über eine zeitnahe Verschärfung von Restriktionen nimmt Fahrt auf, inklusive der Forderung nach einem kompletten Lockdown. Damit könnte die von vielen Marktteilnehmern erwartete wirtschaftliche Erholung erst später Realität werden.

«Die Corona-Sorgen sind allgegenwärtig und geben wesentlich den Ton an», schrieb Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba. Zwar könne sich der Dax auf hohem Niveau halten, die Kraft und neue Impulse, um die 14 000er Marke deutlich zu überspringen, fehlten derzeit aber.

Im Devisenhandel gab der Euro am Nachmittag auf 1,2126 US-Dollar leicht nach im Vergleich zum frühen Handel. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,2124 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,55 Prozent am Vortag auf minus 0,56 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,05 Prozent auf 146,17 Punkte. Der Bund-Future legte zuletzt um 0,02 Prozent auf 177,63 Punkte zu.

(dpa)

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