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20210115150118

Bouffier gegen gesetzliche Regelung für mehr Homeoffice

14:59
15.01.2021
Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat sich gegen gesetzliche Regelungen für mehr Homeoffice zur Reduzierung der Kontakte in der Corona-Pandemie ausgesprochen. Bei dem Thema gebe es noch Luft, von gesetzlichen Regelungen halte er aber gar nichts, sagte er am Freitag in einer Online-Pressekonferenz vor dem CDU-Parteitag. Selbst wenn man diese schnell verabschieden wolle, würden Wochen vergehen. Zudem gebe es eine ganze Reihe von Bereichen, in denen nicht von Zuhause gearbeitet werden könne.

Bouffier trat dafür ein, nochmals massiv für mehr Möglichkeiten zum Homeoffice zu werben, etwa im Dienstleistungsbereich.

Auf eine Frage, warum die Ministerpräsidenten oft langsamer als das Kanzleramt im Zusammenhang von Beratungen über neue Maßnahmen seien, entgegnete Bouffier: «Es geht nicht um langsamer oder schneller.» Die Länder seien am dichtesten dran, da sie alle Maßnahmen umsetzen müssten und sehr intensive Erfahrungen hätten. Der Bund habe beispielsweise keine Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser. «Dann haben sie natürlich einen ganz anderen Einblick in die Dinge, als wenn sie so allgemein darüber reden.»

Bouffier sagte: «Es gibt keinen Wettlauf zwischen dem Kanzleramt und den Ministerpräsidenten.» Vielmehr gebe es sehr unterschiedliche Regierungen in den Ländern und auch unterschiedliche Infektionslagen. «Das ist dann am Ende immer ein Abwägen und letztlich auch Kompromiss.» Bund und Länder wollen nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert an diesem Dienstag über das weitere Vorgehen beraten. Ursprünglich war die nächste Schalte für den 25. Januar angesetzt.

(dpa)

Illegales Treffen in einem Iglu - Flucht vor Polizei

14:58
15.01.2021
Ein gegen Corona-Regeln verstoßendes Treffen in einem Iglu hat die Polizei in einem Park in Augsburg abrupt beendet. Fünf Menschen aus mehr als zwei Haushalten hatten die «arktische Unterkunft» nach andauernden Schneefällen am Donnerstag im Wittelsbacher Park selbst gebaut und für ein Treffen genutzt, das wegen der Pandemie so nicht erlaubt war, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Als sie den Streifenwagen entdeckten, flüchteten die «Iglu-Bewohner» nach Angaben der Ermittler in verschiedene Richtungen. Einen 22-Jährigen konnten die Polizisten demnach aber einholen. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

(dpa)

EMA: Hacker manipulierten gestohlene Impfstoff-Dokumente

14:57
15.01.2021
Hacker haben nach Angaben der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA die bei einer Cyber-Attacke erbeuteten Dokumente zum Corona-Impfstoff manipuliert und dann im Internet veröffentlicht. Dazu gehörten vertrauliche Emails vom November mit Bezug zur Bewertung von Covid-19-Impfstoffen, wie die EMA am Freitag in Amsterdam mitteilte. «Einige der Emails wurden von den Tätern manipuliert, um Vertrauen in die Impfstoffe zu untergraben.»

Unbekannte waren im Dezember in das Computersystem der EMA eingedrungen und hatten auch Einsicht in Dokumente der Impfstoffhersteller Pfizer und Biontech. Es ist nicht bekannt, wo die EMA-Dokumente veröffentlicht worden waren. Bisher ist unklar, wer hinter dem Angriff steckt und welche Motive die Täter hatten. Die Ermittlungen dauern an.

Die EMA bewertet Impfstoffe und Medikamente und gibt Empfehlungen für die Zulassung in der EU ab. Bisher wurden zwei Impfstoffe gegen Covid-19 zugelassen, das Präparat von Pfizer und Biontech sowie das des US-Herstellers Moderna. Die Arbeit der Behörde sei durch die Cyber-Attacke nicht beeinträchtigt gewesen, erklärte die EMA.

(dpa)

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