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20210115145752

DEL-Chef befürchtet vorerst keine Saisonunterbrechung im Lockdown

14:54
15.01.2021
DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke rechnet vor weiteren Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Chefs der Bundesländer über einen möglichen verschärften Lockdown nicht mit ernsten Konsequenzen für den Profisport. «Die Angst ist immer da, das können wir ja nicht kontrollieren», sagte Tripcke am Freitag zu Befürchtungen, die Deutsche Eishockey Liga könnte zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie zu einer Saisonunterbrechung gezwungen werden. «Es gibt aber keine Anzeichen dafür und eigentlich auch keinen sachlichen Grund», sagte Tripcke weiter.

Die DEL war wegen der Corona-Krise kurz vor Weihnachten verspätet in eine verkürzte Saison gestartet und hatte dabei auch Spielausfälle wegen möglicher Infektionen von Spieler einkalkuliert. Bislang konnten aber alle Spiele stattfinden, auch wenn Tripcke einräumte: «Es gab sicher den ein oder anderen Corona-Fall.» Diese Einzelfälle hätten die Clubs aber ohne größeren Schaden gut behandelt.

(dpa)

Lauterbach: Viele alte Covid-Patienten sterben im Pflegeheim

12:47
15.01.2021
An Covid-19 erkrankte Pflegeheimbewohner werden nach Aussagen von SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach häufig nicht mehr in Krankenhäusern behandelt. «Wenn wir wie in der ersten Welle die Menschen aus den Pflegeeinrichtungen noch alle auf die Intensivstationen bringen würden, dann wären die Intensivstation schon längst überlaufen», sagte er am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung «maybrit illner». Selbst bei bester Intensivversorgung auf den modernen Intensivstationen seien die erkrankten Pflegeheimbewohner dort gestorben. Sie dort aufzunehmen, werde heute gar nicht mehr versucht. Vielmehr kämpfe man nun um die große Gruppe der Babyboomer mit Risikofaktoren. «Und das halten wir nicht mehr lange durch.» Das seien sehr schwere Fälle.

Von den Menschen, die derzeit auf der Intensivstation um ihr Leben ringen würden, sei «traurigerweise» selten noch jemand dabei, der aus dem Pflegeheim komme, sagte Lauterbach. «Diese Leute kommen meistens schon gar nicht mehr in die Intensivstation, sondern die sterben in den Pflegeeinrichtungen.»

Das Alter auf den Intensivstationen sei gesunken, weil viele Ältere mittlerweile in den Pflegeheimen stürben. Das Durchschnittsalter in den großen Intensivstationen liege derzeit bei 60 Jahren. Darunter seien viele Jüngere, wobei sich Übergewicht immer stärker als Risikofaktor für schwerste Verläufe zeige. Man befinde sich in einem Wettrennen, die jetzige Welle schnell genug in den Griff zu bekommen, bevor sich die neuen Virus-Mutationen stärker ausbreiten. Wenn das nicht gelinge, «dann kommen wir aus dem Lockdown so schnell gar nicht mehr raus». Ohne Verschärfungen werde dies nicht gelingen.

(dpa)

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