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101-jährige Überlebende der Spanischen Grippe erhält Corona-Impfung

18:22
14.01.2021
Als Baby wurde sie an der Seite ihrer schwer an der Spanischen Grippe erkrankten Mutter gefunden, die sich nicht mehr um sie kümmern konnte. Nun hat eine 101-Jährige aus Schottland eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten, wie der Gesundheitsdienst NHS Greater Glasgow and Clyde am Donnerstag mitteilte. Für sie sei es «nur eine weitere Impfung», sagte Emily Lawson aus Kirkintilloch, die 1919 geboren wurde, als die letzte große Pandemie grassierte. Der Spanischen Grippe fielen weltweit schätzungsweise 50 Millionen Menschen zum Opfer.

Die britische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis Mitte Februar die 15 Millionen Angehörigen der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen im Land gegen das Coronavirus zu impfen. Bislang haben mehr als 3,2 Millionen Menschen eine erste Dosis erhalten.

(dpa)

Steinmeier will gemeinsamen Appell zu mehr Homeoffice vorstellen

18:16
14.01.2021
Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen will Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zusammen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften zum häufigeren Arbeiten von zu Hause aus aufrufen. Einen gemeinsamen Appell zur stärkeren Nutzung des Homeoffices in Zeiten der Pandemie will das Staatsoberhaupt mit DGB-Chef Reiner Hoffmann und Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger an diesem Freitag vorstellen, wie das Bundespräsidialamt am Donnerstag mitteilte.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten die Wirtschaft bei ihren Beratungen Anfang Januar «dringend gebeten», großzügige Homeoffice-Möglichkeiten zu schaffen, um bundesweit den Grundsatz «Wir bleiben zu Hause» umsetzen zu können.

Inzwischen gibt es aber eine Diskussion über zusätzliche Vorgaben, um dies stärker durchzusetzen - auch, um Gedränge in Bussen und Bahnen im Berufsverkehr zu vermeiden.

(dpa)

Sieben Fälle mit neuen Virus-Varianten in Baden-Württemberg

18:15
14.01.2021
In Baden-Württemberg sind bislang sechs Fälle der in Großbritannien beobachteten Coronavirus-Variante aufgetreten. Zudem gebe es einen Fall mit der Virusmutation aus Südafrika, teilte das Landesgesundheitsamt am Donnerstag mit. Allerdings wurden hier sechs Kontaktpersonen positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Wegen der aufwendigen Diagnostik der Virusmutanten ist das jedoch der Stand vom vergangenen Samstag. Die neuen Varianten sollen sich deutlich schneller verbreiten als das herkömmliche Coronavirus. Die Virus-Mutation aus Großbritannien war kurz vor Weihnachten erstmals im Südwesten nachgewiesen worden.

Binnen eines Tages stieg die Zahl der Corona-Infektionen in Baden-Württemberg um weitere 2327 Fälle. Damit sind im Südwesten seit Beginn der Pandemie insgesamt 270 023 Ansteckungen registriert worden, wie das Landesgesundheitsamt am Donnerstag (Stand: 16.00 Uhr) weiter mitteilte. Die Zahl der mit oder am Coronavirus gestorbenen Menschen stieg um 104 auf insgesamt 5977. Als genesen gelten 223 104 ehemals Infizierte.

Die landesweite Sieben-Tages-Inzidenz pro 100 000 Einwohner liegt bei 131,1. Der geschätzte Sieben-Tages-R-Wert beträgt 1,02. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 102 weitere Menschen anstecken. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Weiterhin liegen alle 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten über dem Sieben-Tages-Inzidenzwert von 50 - ab jenem Wert gilt eine Kommune als Risikogebiet. Die Kreise Heilbronn und Ravensburg weisen sogar eine Inzidenz von mehr als 200 auf.

(dpa/lsw)

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