Letztes Update:
20210114154827

Gefälschte Quarantäne-Anordnungen - Chefredakteur erstattet Anzeige

14:56
14.01.2021
Bislang unbekannte Täter haben mindestens vier Menschen im Kreis Minden-Lübbecke mit gefälschten amtlichen Schreiben in Quarantäne geschickt. «Zwei Briefe gingen an Personen in Minden, zwei in Porta Westfalica», wie die Polizei des Kreises Minden-Lübbecke am Donnerstag sagte. Unter den angeschriebenen ist auch der Chefredakteur des «Mindener Tageblatts», Benjamin Piel. Der hatte den Brief beim Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlicht. Der Staatsschutz der Bielefelder Polizei hat die Ermittlungen übernommen. Demnach gingen Briefe auch an mehrere Lokalpolitiker, wie die Bielefelder Polizei mitteilte.

Nach Angaben der Polizei wirken die Briefe durchaus echt. Nur wer bereits einmal Post vom Kreis in Ostwestfalen in der Corona-Pandemie erhalten habe, würden den Unterschied sofort erkennen, sagte ein Polizeisprecher. Die drei anderen Briefe seien nicht an Journalisten verschickt worden.

Piel sagte der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag, dass der Briefkopf ihm merkwürdig vorgekommen sei. Zudem habe er sich nicht vorstellen können, «dass der Kreis mich auf der Arbeit anschreibt». Zudem, so Piel, habe der Unterzeichner einen Decknamen von SS-Arzt Josef Mengele benutzt. Piel betonte, dass solche Fälschungen das Vertrauen in behördliche Schreiben untergraben: «Deshalb habe ich auch Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei wegen Urkundenfälschung, Amtsanmaßung und Unterschriftenfälschung erstattet.»

(dpa)

Bau-Tarifpartner wollen mehr Masken, Tests und selbst impfen

14:21
14.01.2021
Die Tarifpartner am Bau haben zusätzliche Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus auf den Baustellen vereinbart. Nach öffentlichen Beschwerden einigten sich die IG Bauen Agrar Umwelt (IG BAU) und die beiden Arbeitgeberverbände am Donnerstag darauf, dass die Berufsgenossenschaft Bau in einem ersten Schritt eine Million FFP2-Schutzmasken bestellt und an die Beschäftigten verteilt.

Sie soll außerdem häufiger testen und in vielen Sprachen für Impfungen werben. Nach den Vorstellungen der Tarifpartner könnten der arbeitsmedizinische Dienst der BG sowie die Betriebsärzte das Impfen gleich selbst übernehmen. Dafür müssten sie in die Impfkampagne eingebunden werden, verlangten die Verbände in Berlin.

(dpa)

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