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20201221123017

Landesregierung plant keine weiteren Einschränkungen wegen Virus-Mutation

12:09
21.12.2020
Trotz der Entdeckung einer möglicherweise besonders ansteckenden Variante des Coronavirus in Großbritannien plant die Landesregierung vorerst keine weiteren Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Das teilte ein Regierungssprecher am Montag mit. «Stand jetzt ist nichts geplant», sagte auch eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Man wisse ja noch gar nicht, ob das mutierte Virus wirklich im Land sei. «Die bereits geltenden Kontaktbeschränkungen verhindern hoffentlich auch die Ausbreitung eines mutierten Virus.»

Bislang ist die Mutation des Coronavirus im Südwesten nicht aufgetaucht. Flugzeuge aus Großbritannien dürfen von 0.00 Uhr am Montag an nicht mehr in Deutschland landen.

(dpa/lsw)

Regierung ruft dringend zu Kontaktvermeidung über Weihnachten auf

11:52
21.12.2020
Die Bundesregierung hat angesichts weiterhin hoher Corona-Infektionszahlen erneut eindringlich dazu aufgerufen, über Weihnachten auf Kontakte zu verzichten. «Vermeiden Sie zu reisen. Vermeiden Sie, so es irgendwie geht, auch den Besuch bei Verwandten und Freunden», sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer, am Montag in Berlin. «Wenn Weihnachten nicht zu einer weiteren Verschlimmerung der Lage beitragen soll, dann gilt, dass wir am besten alle zu Hause bleiben.» Nach wie vor steckten sich viel zu viele Menschen an. Große Vorsicht und Umsicht seien weiter geboten.

Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montag bekannt gab, wurden 16 643 neue Infektionsfälle binnen eines Tages gemeldet - am Montag vergangener Woche waren es 16 362 gewesen. Die Zahlen sind generell zu Wochenbeginn meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Gesundheitsämter meldeten zudem jetzt 226 neue Todesfälle in 24 Stunden.

Bundesweit gibt es nun 197 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen - Bund und Länder wollen diesen Wert mit einem Lockdown auf unter 50 drücken. Aktuell liegen aber allein sechs Länder über der Marke von 200, darunter Sachsen mit dem Höchstwert von 444 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen.

(dpa)

Corona-Ausbruch in Klinik: Mittlerweile 84 Mitarbeiter infiziert

11:51
21.12.2020
Nach dem Corona-Ausbruch in einem Krankenhaus in Tettnang (Bodenseekreis) bleibt die dortige Situation angespannt. Nach Angaben einer Kliniksprecherin gelten 84 Mitarbeiter der Klinik als infiziert. Außerdem sei das Virus bei 26 Patienten nachgewiesen worden. Die betroffenen Patienten befinden sich nach Angaben der Sprecherin in Quarantäne. Insgesamt stehen im Krankenhaus Tettnang 130 Betten für Patienten bereit, die momentan weitgehend ungenutzt bleiben. Aktuell gebe es noch fünf weitere Patienten im Haus, die nicht mit dem Coronvirus infiziert seien.

Vor einer Woche war noch die Rede von 53 Frauen und Männern aus der Belegschaft, die positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Mittlerweile hat sich diese Zahl auf 84 erhöht. Zuvor hatte der SWR darüber berichtet. «Die Infektionsketten der Mitarbeitenden werden vom Gesundheitsamt nachverfolgt», sagte die Sprecherin am Montag. Das Krankenhaus hatte schon am 10. Dezember einen Aufnahmestopp erlassen, da das Virus damals bei insgesamt 34 Menschen nachgewiesen worden war. Drei infizierte Patienten mussten damals wegen starker Symptome auf die Coronastation in eine Friedrichshafener Klinik gebracht werden.

(dpa/lsw)

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