Letztes Update:
20201221115124

Viele Länder stoppen Flugverkehr aus Großbritannien

11:26
21.12.2020
Nach dem Auftreten einer neuen Variante des Coronavirus stellen zahlreiche Länder den Flugverkehr aus Großbritannien vorerst ein. Dazu gehören Deutschland und die meisten anderen EU-Staaten, aber auch Norwegen, Indien, Hongkong und Kanada. Malta verordnete Quarantäne für Reisende aus Großbritannien. Zumeist treten die Landeverbote um Mitternacht in der Nacht zum Dienstag in Kraft.

Einige Staaten gingen noch weiter. So stellt die Schweiz auch die Flugverbindungen nach Südafrika ein und die Türkei akzeptiert keine Flüge aus Südafrika und den Niederlanden mehr, weil dort aggressivere Virus-Varianten im Umlauf sind. Saudi-Arabien schloss gar seine Flughäfen für alle internationalen Flüge sowie seine Häfen und Grenzübergänge.

Die in Großbritannien aufgetauchte Variante von SARS-CoV-19 ist nach Schätzungen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) bis zu 70 Prozent ansteckender als die Standardvariante. «Derzeit gibt es keine Hinweise auf eine erhöhte Infektionsschwere im Zusammenhang mit der neuen Variante», hieß es in einer Mitteilung am Montag. Fälle mit der bereits seit Wochen umlaufenden neuen Variante sind auch in mehreren Staaten außerhalb Großbritanniens gemeldet worden.

(dpa)

Stiftung: Corona gefährdet Zugang zu Bildung und Verhütung

11:25
21.12.2020
Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) hat vor negativen Auswirkungen der Covid-19-Krise auf den Zugang von jungen Frauen zu Bildung und Verhütung in ärmeren Ländern gewarnt. «Seit Beginn der Corona-Pandemie beobachten wir in unseren Projektländern Kenia und Uganda eine enorme Zunahme der Teenager-Schwangerschaften, weil Schulen geschlossen sind», sagte DSW-Geschäftsführer Jan Kreutzberg am Montag. Die meisten dieser jungen Mütter werden ihm zufolge nicht in die Schule zurückkehren können, viele werden in Armut leben. «Aufklärungskampagnen und eine bessere Versorgung mit modernen Verhütungsmitteln sind jetzt wichtiger denn je - vor allem in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen», sagte Kreutzberg. «Covid-19 darf die Erfolge der letzten Jahre nicht ausbremsen.»

Nach Zahlen der Vereinten Nationen (UN) bekommen Frauen im internationalen Durchschnitt aktuell 2,4 Kinder. In Afrika südlich der Sahara sind es 4,7 Kinder - mehr als die Frauen dort möchten. Nach Angaben der DSW werden in der Silvesternacht 2020/21 knapp 7,84 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Das seien circa 82 Millionen Menschen mehr als ein Jahr zuvor. Laut UN nimmt die Weltbevölkerung derzeit jährlich um etwa 1,09 Prozent zu. Noch zwischen 1965 und 1970 wuchs sie jährlich um 2,05 Prozent. Gründe für das verlangsamte Wachstum sind eine bessere Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln sowie bessere Bildungschancen für Frauen.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung mit Sitz in Hannover hat sich zum Ziel gesetzt, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Dabei unterstützt sie junge Menschen in ärmeren Ländern dabei, selbstbestimmt über ihre Sexualität und über Verhütung zu entscheiden.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen