Letztes Update:
20210113174414

Fast 3000 neue Corona-Fälle im Südwesten - 116 weitere Tote

17:43
13.01.2021
Binnen eines Tages ist die Zahl der Corona-Infektionen in Baden-Württemberg um weitere 2976 Fälle gestiegen. Damit sind im Südwesten seit Beginn der Pandemie insgesamt 267 696 Ansteckungen registriert worden, wie das Landesgesundheitsamt am Mittwoch (Stand: 16.00 Uhr) weiter mitteilte. Die Zahl der mit oder am Coronavirus gestorbenen Menschen stieg um 116 auf insgesamt 5873. Als genesen gelten 219 676 ehemals Infizierte.

Die landesweite Sieben-Tages-Inzidenz pro 100 000 Einwohner liegt bei 133,3. Der geschätzte Sieben-Tages-R-Wert beträgt 1,09. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 109 weitere Menschen anstecken. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Weiterhin liegen alle 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten über dem Sieben-Tages-Inzidenzwert von 50 - ab jenem Wert gilt eine Kommune als Risikogebiet. Die Kreise Calw und Ravensburg weisen sogar eine Inzidenz von mehr als 200 auf.

(dpa/lsw)

Grundschulen und Kitas öffnen? Baden-Württemberg berät Sonderweg

17:11
13.01.2021
Das Land Baden-Württemberg will am Donnerstag über die Wiedereröffnung von Grundschulen und Kitas von kommender Woche an entscheiden. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) wollen am Vormittag (10.45 Uhr) verkünden, ob es zu der Lockerung des Corona-Lockdowns kommt. Kretschmann hatte sich zuletzt skeptisch gezeigt, weil die Infektionszahlen noch nicht belastbar nach unten gingen. Eisenmann, die auch CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl ist, dringt vehement auf eine Öffnung im Sinne der Kinder. Sie wollte Grundschulen und Kitas eigentlich schon am vergangenen Montag öffnen - «unabhängig von den Inzidenzzahlen».

Kretschmann und Eisenmann wollten sich am Mittwochabend per Videoschalte mit Virologen, Epidemiologen und Kinder- und Jugendmediziner beraten. Mit einer Lockerung würde Baden-Württemberg, das in vielen Bereichen einen strengen Corona-Kurs fährt, einen Sonderweg beschreiten. Bund und Länder hatten Anfang des Jahres den Lockdown auch an Schulen und Kitas bis Ende Januar verlängert. Allerdings sind die Länder für die Bildungspolitik zuständig und können hier ihren Spielraum nutzen. Im Südwesten gibt es in den weiterführenden Schulen bis Ende Januar Fernunterricht. Ausnahmen gelten für Abschlussklassen.

(dpa/lsw)

Pfizer und Moderna erwarten Impfschutz auch gegen Virus-Varianten

17:11
13.01.2021
Die Pharmafirmen Pfizer und Moderna zeigen sich zuversichtlich, dass ihre Impfstoffe auch gegen die neuen britischen und südafrikanischen Varianten des Coronavirus wirken. «Wir gehen davon aus, dass wir geschützt sind», sagte Moderna-Manager Tal Zaks am Mittwoch bei einer EU-Gesundheitskonferenz. Sollte es nötig werden, könnte aber auch «binnen Wochen» eine neue Variante des Impfstoffs entwickelt werden.

Pfizer-Chef Albert Bourla sagte, man warte auf weitere Untersuchungsergebnisse zur Wirksamkeit des gemeinsam mit Biontech entwickelten Impfstoffs gegen die Virusvarianten aus Großbritannien und Südafrika. «Wenn Sie nach meiner Meinung fragen: Ich denke, dass die Ergebnisse positiv sein werden», sagte Bourla in derselben Veranstaltung der Europäischen Volkspartei.

Die beiden Varianten des neuartigen Coronavirus sind nach ersten Erkenntnissen ansteckender als die ursprüngliche. In Großbritannien hat dies zu einer neuen Pandemiewelle beigetragen. Die Bundesregierung ist sehr besorgt und versucht, die Verbreitung der Mutationen einzudämmen.

Die beiden Pharmamanager versprachen auch weitere Details zu ihren Impfstoffen. So sagte Bourla, im Februar könnten Daten zu der Frage vorliegen, ob der Biontech/Pfizer-Impfstoff neben der Erkrankung Covid-19 auch die Übertragung des Virus verhindere. Zaks sagte, es werde genau beobachtet, wie lang der Impfschutz anhält. «Es sollte mindestens ein Jahr sein, vielleicht länger», sagte er.

Die beiden Firmen sind die ersten, die für ihre Corona-Impfstoffe eine europäische Zulassung erhalten haben. Die Mittel werden inzwischen in der EU gespritzt, auch in Deutschland.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen