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20210113161048

Falscher Mediziner im Impfzentrum hat Hochstapler-Vorgeschichte

16:09
13.01.2021
Der mutmaßliche Medizin-Hochstapler aus dem Impfzentrum in Hagen soll schon zuvor mit falschen Berufsbezeichnungen Karriere gemacht haben. Der 32-Jährige sei mehrfach wegen ähnlicher Delikte vorbestraft, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Dazu zählen auch zwei zur Bewährung ausgesetzte Freiheitsstrafen von jeweils mehr als einem Jahr, die noch nicht abgelaufen seien. Vor dem Landgericht Dortmund sei er zudem aktuell angeklagt, weil er sich gegenüber einem Sozialprojekt als Psychologe mit entsprechendem Uniabschluss ausgegeben haben soll.

In anderen Fällen soll er ohne entsprechende Qualifikation als Sozialarbeiter in einen Flüchtlingsheim gearbeitet haben. Der WDR und die «Westfalenpost» hatten zuvor berichtet. Anfang der Woche war bekannt geworden, dass sich der im Hagener Impfzentrum eingesetzte Mann mit gefälschten Papieren als Facharzt für Psychiatrie und Notfallmedizin ausgegeben haben soll.

Er hatte der Staatsanwaltschaft zufolge bereits seit Mitte 2020 als angestellter angeblicher Arzt des DRK für die Stadt Hagen mehrere Tätigkeiten im Zuge der Corona-Bekämpfung übernommen. So habe er Corona-Tests durchgeführt und auch mit eigenem Büro in der Infektionsnachverfolgung gearbeitet, bestätigte die Stadt in einer Stellungnahme. Als am 30. Dezember die Bezirksregierung Arnsberg über die offenkundig gefälschte Approbationsurkunde des Mannes informiert habe, sei das DRK informiert worden, dafür Sorge zu tragen, dass der Mann keine weiteren Dienstleistungen mehr übernimmt, hieß es weiter.

Die Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Hochstapler und seiner Vorgeschichte dauern nach Angaben der Staatsanwaltschaft an. Das DRK hatte betont, dass er im Impfzentrum keine medizinischen Entscheidungen getroffen habe, sondern koordinierend tätig gewesen sei.

(dpa)

documenta hält trotz Pandemie am Ausstellungsjahr 2022 fest

16:07
13.01.2021
Angesichts fortschreitender Corona-Impfungen blickt die documenta mit Zuversicht auf ihre kommende Kunstausstellung im Jahr 2022. Die documenta fifteen solle weiterhin planmäßig im Zeitraum vom 18. Juni bis 25. September stattfinden, erklärte Sabine Schormann, Generaldirektorin der gemeinnützigen documenta und Museum Fridericianum GmbH, am Mittwoch. Die Schau in Kassel gilt als weltweit bedeutendste Ausstellung für moderne Kunst. Weitere Schritte zur 15. documenta wollen die Verantwortlichen im Sommer klären. Zuvor hatte der Deutschlandfunk über das Thema berichtet.

«Selbstverständlich betrachten wir, gemeinsam mit der Künstlerischen Leitung und den Gremien, den Entwicklungsverlauf der Corona-Pandemie sehr genau», sagte Schormann. Die Vorbereitungen der documenta fifteen seien auf Kurs und das gesamte Team sei hoch motiviert. «Wie bereits im Dezember kommuniziert, ist es letztlich nur verantwortungsvoll, die aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie genau zu betrachten, um dann im Sommer über die weiteren Schritte auf dem Weg zur documenta fifteen zu entscheiden.» Aktuell sei man zuversichtlich, dass nicht zuletzt durch die Schutzimpfungen eine Rückkehr in ein möglichst normales Leben in absehbarer Zeit gelinge.

Die documenta findet alle fünf Jahre in Kassel statt. Durch ihre internationale Ausrichtung sind die Vorbereitungen der Schau stark durch die Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie betroffen. Die künstlerische Leitung der documenta fifteen hat das indonesische Künstlerkollektiv ruangrupa.

(dpa)

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