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20210113155756

Gefälschte Corona-Regeln: Regierungspräsidium stellt Strafanzeige

15:57
13.01.2021
Nach dem Auftauchen gefälschter Corona-Verordnungen hat das Regierungspräsidium Freiburg (RP) Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Die Einwurfzettel hätten für Verunsicherung in der Bevölkerung gesorgt, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Zahlreiche besorgte Bürger hatten sich beim RP gemeldet.

Seit der vergangenen Woche hatten die Einwurfzettel in Briefkästen verschiedener Freiburger Stadtteile gelegen. Die Verfasser hatten sich damit offenbar einen Scherz erlaubt: In den Mitteilungen hieß es unter anderem fälschlicherweise, dass in Wohnungen von Mehrfamilienhäusern künftig Toiletten täglich und mit Protokoll desinfiziert werden müssten, weil sich Viren sonst über Abflussrohre über mehrere Etagen verbreiten könnten. Laut eines RP-Sprechers ist das «natürlich völliger Unsinn».

Die Täter hatten die Zettel unerlaubt mit dem baden-württembergischen Landeswappen versehen und das RP als Absender genannt.

(dpa/lsw)

Baden-Württemberg untersucht Virus-Mutationen künftig selbst

15:55
13.01.2021
Das Land Baden-Württemberg untersucht Coronavirus-Proben künftig selbst auf mögliche Mutationen. Die gezielte Diagnostik der aufgetretenen Virusmutanten sei ab sofort auch im Landesgesundheitsamt möglich, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums des Landes am Mittwoch in Stuttgart mit. Untersucht werden sollen vor allem die in Großbritannien (B.1.1.7) und Südafrika (B.1.351, auch: 501Y.V2) aufgetretenen Virusvarianten.

Das Gesundheitsministerium erhofft sich, bei Verdachtsfällen damit künftig schneller reagieren zu können. Bislang mussten Proben von Verdachtsfällen aus dem Land an die Charité nach Berlin geschickt werden.

An den Universitätskliniken im Land sollen zusätzliche Kapazitäten für die sogenannte Sequenzierung zur Analyse der Viren geschaffen werden, hieß es. Auch die Methodik zur Untersuchung im Labor werde vorangetrieben. So sollen künftig auch bislang unbekannte Virus-Mutationen nachgewiesen werden können.

Baden-Württemberg schaffe als eines der ersten Bundesländer die Voraussetzungen, Virus-Mutationen direkt in seinen Landes-Laboren nachzuweisen, teilte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) mit. Dass Mutationen jetzt auch in Baden-Württemberg auftreten, besorge ihn sehr. Das Land wird sich nach Angaben eines Sprechers dafür einsetzen, dass ein «umfassendes Überwachungssystem auch bundesweit etabliert wird».

Ein erster Fall der Südafrika-Variante B.1.351 des Coronavirus im Südwesten war am Dienstag bekannt geworden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist eine erkrankte Person aus dem Zollernalbkreis betroffen. Die Virus-Mutation aus Großbritannien war kurz vor Weihnachten erstmals im Südwesten nachgewiesen worden.

(dpa/lsw)

Müller: Länder brauchen Informationen zu Impfstoff-Lieferungen

14:23
13.01.2021
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat von der Bundesregierung klare Aussagen zu den Impfstofflieferungen gefordert. «Es wäre für uns alle eine Katastrophe, die vulnerablen Gruppen einzuladen, sie bekommen einen Termin, sie stehen vor dem Impfzentrum, aber der Impfstoff ist nicht da», sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch im Bundestag.

Der Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe große Hoffnungen gemacht und angekündigt, dass es voraussichtlich bis Sommer für alle ein Impf-Angebot geben werde. Da jeweils zwei Impfdosen nötig seien, bedeute das für Berlin, dass jeden Tag rund 28 000 Menschen geimpft werden müssten, rechnete Müller vor. «Aber diese 28 000 sind jetzt unsere Wochenlieferung und nicht die Tageslieferung», sagte er.

Die Bundesländer seien auf die Organisation der Impfungen vorbereitet. Ein Einladungssystem und die Terminvergabe könnten aber erst funktionieren, wenn es verlässliche Informationen über die Impfstofflieferungen gebe.

(dpa)

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