Letztes Update:
20210113142343

RKI: Mehr als 758 000 Covid-19-Impfungen erfasst

14:22
13.01.2021
Rund zweieinhalb Wochen nach dem Start der Covid-19-Impfkampagne in Deutschland ist die Zahl der ans Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Impfungen auf über 700 000 gestiegen. Die Gesamtzahl von 758 093 Impfungen ergibt sich aus bisherigen Meldungen der Bundesländer, wie aus einer RKI-Statistik vom Mittwoch (Stand: 11.00 Uhr) hervorgeht. Der Zuwachs im Vergleich zum Vortag beträgt mehr als 70 000.

Die Impfhäufigkeit variiert von Land zu Land. Die meisten Impfungen pro 1000 Einwohner wurden laut der Statistik bisher für Mecklenburg-Vorpommern erfasst (18,1), die wenigsten für Thüringen (6,1). Der Bundesschnitt liegt bei 9,1. Die Werte, die den Behörden der einzelnen Bundesländer vorliegen, können deutlich höher liegen als die vom RKI gemeldeten, da die Meldungen teilweise mit einigem Verzug an das Institut übermittelt werden.

Die meisten Menschen - mehr als 366 000 - wurden laut RKI-Daten aus beruflichen Gründen geimpft. Es kann sich dabei zum Beispiel um Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte mit sehr hohem Ansteckungsrisiko und um Personal in der Altenpflege handeln. Zudem wurde das Präparat inzwischen mehr als 285 000 Bewohnern von Pflegeheimen verabreicht. Die Impfungen können derzeit auch wegen hohes Alters und/oder aus medizinischem Anlass geboten sein.

(dpa)

Zweiter Lockdown: Mitgliederrückgänge der Sportvereine wachsen

14:21
13.01.2021
Der zweite Lockdown mit der erneuten Schließung der Sportanlagen macht den Vereinen in Deutschland weitaus mehr zu schaffen als der erste im Frühjahr. Sorge bereitet, dass inzwischen 44 Prozent der Sportvereine Mitgliederrückgänge als Folge der Corona-Pandemie gemeldet haben, wie die Deutsche Sporthochschule in Köln am Mittwoch mitteilte. Nur 29 Prozent hatten Zuwächse. Bis zum erneuten Lockdown von November 2020 an sei der Anteil an Vereinen, die Mitgliedschaftsrückgänge oder -zuwächse zu verzeichnen hatten, mit 36,6 gegenüber 35 Prozent fast ausgeglichen gewesen.

Die Befunde stammen laut der Hochschule aus der 8. Welle des Sportentwicklungsberichts für Deutschland, an der sich 20 179 Sportvereine in einer Feldphase vom 21. Oktober bis 21. Dezember 2020 beteiligten.

Mittlerweile erwarte jeder zweite Sportverein (52,4%) in Deutschland in den kommenden zwölf Monaten eine existenzbedrohliche Lage, hieß es weiter. Auch hier zeige sich ein signifikanter Anstieg seit dem zweiten Lockdown. Ursache sei für zwei von fünf aller Vereine (41,3%) der Mitgliederrückgang aufgrund der Corona-Krise (vor dem zweiten Lockdown: 36,5%). Als weitere Ursache werde von 34,9 Prozent aller Vereine der pandemiebedingte Rückgang an Ehrenamtlichen genannt (vor dem zweiten Lockdown: 32,8%). Fast jeder fünfte Verein rechne mit einer existenziellen Bedrohung aufgrund finanzieller Engpässe (vor dem zweiten Lockdown: 21,1%).

«Je länger Sportvereine ihrem Zweck nicht nachkommen dürfen, desto schwächer wirken sie als stabilisierendes Element der Gesellschaft», sagte Studienleiter Christoph Breuer laut der Mitteilung. «Es geht sozialer Kitt verloren, der gerade in einer individualisierten Zuwanderungsgesellschaft von Bedeutung ist. Damit treffen die Folgen nicht nur die Vereinsmitglieder sondern die gesamte Gesellschaft.»

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen