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Spahn: Einschränkungen im Kampf gegen Pandemie weiter nötig

12:52
13.01.2021
Gesundheitsminister Jens Spahn hat die Bevölkerung auf weitere Wochen mit Beschränkungen des öffentlichen Lebens eingestellt. «Wir werden auf unserem Weg raus aus der Pandemie noch einige Zeit aufeinander Acht geben müssen. Abstand, Hygiene, Alltagsmasken, FFP2-Masken, reduzierte Kontakte bleiben eine Notwendigkeit», sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in einer Regierungserklärung im Bundestag.

Die Maßnahmen seien hart und stellten das Leben etwa in den Schulen und in den Familien weiter auf den Kopf. «Aber: Wir müssen da jetzt gemeinsam durch und einander unter Stress vertrauen.» Nur so könne man die Pandemie bezwingen, sagte Spahn.

Hoffnung machten die Impfstoffe. Voraussichtlich bis zum Sommer gebe es ein Impf-Angebot für alle, sagte Spahn. «Schritt für Schritt kommen wir dahin, dass wir unser Leben nicht mehr von der Pandemie kontrollieren lassen.»

(dpa)

Corona-Sorgen: Von Wengen nach Kitzbühel verlegte Skirennen abgesagt

12:52
13.01.2021
Die alpinen Ski-Weltcup-Rennen der Herren in Kitzbühel am kommenden Wochenende sind wegen der möglichen 17 Fälle der britischen Coronavirus-Mutation im nahen Jochberg abgesagt worden. Dies teilte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) am Mittwoch mit. Die Entscheidung sei unter anderem in Abstimmung mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erfolgt. Nach der Absage der Lauberhorn-Rennen im schweizerischen Wengen war Kitzbühel eingesprungen. Am Samstag und Sonntag sollten dort zwei Slalomläufe stattfinden.

Die Hahnenkamm-Rennen vom 22. bis 24. Januar seien nach aktuellem Stand noch nicht gefährdet. Deren Austragung sei allerdings abhängig vom Ergebnis der PCR-Tests im gesamten Bezirk Kitzbühel, sagte Platter. Sollten dabei keine Auffälligkeiten auftreten, könnten die Abfahrts- und Super-G-Rennen auf der Streif wie geplant stattfinden.

Einen Tag nach Bekanntwerden von 17 Verdachtsfällen von Infektionen mit dem mutierten Coronavirus aus Großbritannien in Jochberg sind bisher keine weiteren Verdachtsfälle aufgetreten. Von den sehr gezielten 191 PCR-Tests seien alle negativ, sagte Platter. Auslöser der Suche war ein Kurs zur Skilehrer-Ausbildung, an dem vor allem Briten teilgenommen hatten. «Natürlich ist so eine Ausbildung entbehrlich», sagte Platter und zeigte damit wenig Verständnis für die Veranstaltung.

(dpa)

Spahn verteidigt europäischen Weg bei Impfstoffbeschaffung

12:51
13.01.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat in einer Regierungserklärung im Bundestag Kritik am europäischen Vorgehen bei der Corona-Impfstoffbeschaffung zurückgewiesen. Den europäischen Weg zu gehen liege im nationalen Interesse Deutschlands, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch. Die deutsche Wirtschaft brauche offene Binnengrenzen und den freien Güterverkehr. «Es ist eine Frage der ökonomischen Vernunft, dass wir nicht einzelne Nationen, sondern ganz Europa impfen.»

Es sei über Europa genügend Impfstoff für alle Deutschen bestellt worden. «Natürlich ruckelt es bei der größten Impfkampagne der Geschichte», räumte er ein. Grund dafür, dass der Impfstoff weltweit ein knappes Gut sei, seien aber fehlende Produktionskapazitäten, nicht fehlende Verträge.

Die Corona-Impfungen in Deutschland hatten vor gut zwei Wochen begonnen. Zuletzt war auch vom Koalitionspartner SPD Kritik an zu geringen Impfstoff-Bestellungen laut geworden. Vor Ort gibt es teils Ärger wegen der Organisation von Impfterminen. Einsetzbar sind inzwischen zwei zugelassene Impfstoffe.

(dpa)

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