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20210112163853

Neue Einreiseregeln ab Donnerstag geplant: Quarantäne plus Test

16:30
12.01.2021
Die Bundesregierung will Einreisende aus Gebieten mit besonders vielen Corona-Infizierten künftig wohl schon vor der Ankunft in Deutschland zu einem Test verpflichten. Das geht aus einem Entwurf für eine Neuregelung hervor, über den das Bundeskabinett voraussichtlich an diesem Mittwoch abschließend befinden wird. Die Verpflichtung, den Corona-Test bereits im Ausland durchführen zu lassen, soll dem Entwurf zufolge auch für Menschen gelten, die sich in einem Gebiet aufgehalten haben, in dem eine besonders ansteckende Mutation des Coronavirus kursiert. In beiden Fällen müssten die Reisenden den Test-Nachweis bei Fluggesellschaften und anderen Beförderungsunternehmen vor Reisebeginn vorlegen. Wer keinen Test vorweisen kann, würde dann nicht einsteigen dürfen.

Wird eine ausländische Region vom Robert Koch-Institut zwar als Risikogebiet eingestuft, hat aber einen Inzidenzwert von unter 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, kann der Test dem Vernehmen nach in den ersten 48 Stunden nach der Einreise vorgenommen werden. Ausnahmen sollen unter anderem für Lastwagenfahrer gelten. Die neue Verordnung, die im Detail am Dienstag noch ausgearbeitet wurde, ist als Ergänzung zu den Quarantäneverordnungen der einzelnen Bundesländer zu verstehen. Die Pflicht, bei Einreise aus einem Risikogebiet eine elektronische Einreiseanmeldung auszufüllen und sich nach der Einreise in Quarantäne zu begeben, soll demnach bestehen bleiben.

(dpa)

Corona-Jahr beschert Deutscher Post Rekordergebnis

16:30
12.01.2021
Das Corona-Jahr 2020 hat der Deutschen Post DHL ein Rekordergebnis beschert. Nach vorläufigen Zahlen sei das Ergebnis des Konzerns vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 4,8 Milliarden Euro gestiegen und habe damit die Ergebnisprognose deutlich übertroffen, teilte der Dax-Konzern am Dienstag in Bonn mit. Gleichzeitig erhöhte das Unternehmen seine Ergebnisprognosen für die nächsten Jahre.

Die Post profitierte stark vom Anstieg der weltweiten E-Commerce-Aktivitäten und steigerte den Konzernumsatz in der Pandemie um 5 Prozent auf 66,8 Milliarden Euro. Der Anstieg der Sendungsmenge im Express- sowie im nationalen und internationalen Paketgeschäft habe sich im Weihnachtsgeschäft noch einmal beschleunigt, berichtete das Unternehmen.

«2020 war ein außergewöhnliches Jahr: Trotz der zahlreichen Herausforderungen konnten wir ein Rekordergebnis erzielen», betonte Konzernchef Frank Appel. Das Geschäftsmodell der Post habe sich auch in turbulenten Zeiten als widerstandsfähig erwiesen. Jetzt konzentriere sich der Konzern auf den Transport des Covid-19-Impfstoffes auf der ganzen Welt.

Dank der anhaltend guten Geschäftslage geht der Konzern selbstbewusster in die Folgejahre. Für die kommenden beiden Jahre rechnet er mit einem noch höheren operativem Gewinn. 2021 soll das Ergebnis über dem um Sondereffekte bereinigten Wert von 5,4 Milliarden Euro im Vorjahr liegen. 2022 soll es dann noch einmal steigen. Zuletzt lag die Prognose für 2022 bei lediglich 5,3 Milliarden Euro Ebit - und das im optimistischsten Szenario der Planungen.

(dpa)

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