Letztes Update:
20210112144545

Anbieter weitet Corona-Tests an Flughäfen aus

14:45
12.01.2021
Wegen geplanter neuer Vorschriften zur Einreise aus Risikogebieten weitet der Dienstleister Centogene seine Corona-Testangebote aus. An den Flughäfen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg sowie in den Innenstädten von Berlin, Frankfurt und Wiesbaden erwartet das Unternehmen eine höhere Nachfrage. Geplant sind je nach Standort längere Öffnungszeiten oder größere Flächen, wie Centogene am Dienstag mitteilte. Zudem sollen verstärkt Antigen-Tests eingesetzt werden neben den präziseren PCR-Tests. Reisende aus Risikogebieten sollen künftig bei der Einreise verpflichtend einen negativen Corona-Test vorlegen müssen und danach eine Quarantäne einhalten.

(dpa)

OECD-Studie: Corona hat Forschung beispiellos mobilisiert

14:45
12.01.2021
Die Corona-Pandemie hat einer Studie zufolge die wissenschaftliche Forschung und Zusammenarbeit in beispielloser Weise mobilisiert. In den ersten Monaten der Pandemie stellten in den Ländern, für die Daten vorliegen, Forschungsfördereinrichtungen mehr als fünf Milliarden US-Dollar (etwa 4,1 Milliarden Euro) für Forschung und Entwicklung zu Covid-19 bereit, wie es in einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris heißt. Davon seien etwa 850 Millionen US-Dollar (etwa 700 Millionen Euro) aus Europa gekommen. Die Zahlen beinhalten nicht interne Ressourcen, die innerhalb der Organisationen auf die Corona-Forschung umgelegt wurden.

Die Autorinnen und Autoren der Studie merken an, dass in «beispiellosem Tempo» Impfstoffkandidaten mit hoher Wirksamkeit gemeldet worden seien. Die Pandemie sei Katalysator für bereits bestehende Trends gewesen, habe den Einsatz digitaler Werkzeuge verstärkt, die internationale Zusammenarbeit verbessert und viele öffentlich-privaten Partnerschaften angeregt. Bis Ende November 2020 erschienen der OECD zufolge rund 75 000 wissenschaftliche Publikationen zu Corona. Die meisten Beiträge kamen aus den USA und China, Deutschland liegt etwa an neunter Stelle.

Zahlreiche Studienergebnisse wurden außerdem auf sogenannte Preprint-Plattformen gestellt. Das heißt, dass die Ergebnisse noch nicht in einem Fachjournal veröffentlicht wurden. Das habe zwar die Verbreitung wissenschaftlicher Informationen erheblich erleichtert. Gleichzeitig habe sich aber die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass weniger gründliche Forschungsergebnisse an die Öffentlichkeit gelangen und sich irreführende Informationen etwa in sozialen Netzwerken verbreiten.

(dpa)

Verteilung des Moderna-Impfstoffs hat begonnen

14:30
12.01.2021
Nach der Ankunft des Corona-Impfstoffs des US-Herstellers Moderna in Deutschland hat am Dienstag die Verteilung begonnen. Von der Artland-Kaserne im niedersächsischen Quakenbrück aus wird er in andere Bundesländer transportiert, wie ein Bundeswehrsprecher bestätigte.

Der Moderna-Impfstoff für Deutschland werde zunächst in die Bundeswehrapotheke Quakenbrück gebracht, sagte die Vize-Chefin des Corona-Krisenstabs der niedersächsischen Landesregierung. Von dort werde er an die Verteilzentren der Bundesländer und dann an die Impfzentren in den jeweiligen Ländern geliefert.

Dem Bundesgesundheitsministerium zufolge sollten am Dienstag die ersten 63 600 Dosen ausgeliefert werden. Der Moderna-Impfstoff muss bei etwa minus 20 Grad Celsius gelagert werden. Er ist 30 Tage bei Kühlschranktemperatur und zwölf Stunden bei Raumtemperatur stabil. Das Präparat ist der zweite in der Europäischen Union zugelassene Corona-Impfstoff neben dem Mittel der Hersteller Biontech und Pfizer. Bei beiden handelt es sich um sogenannte mRNA-Impfstoffe.

Das Versorgungs- und Instandsetzungszentrum Sanitätsmaterial in der Artland-Kaserne in Quakenbrück hat den Status einer Bundeswehrapotheke. Von dort aus werden Militärstandorte in Norddeutschland sowie Einsätze im afrikanischen Mali mit Medizingeräten, Arzneimitteln und Medizinprodukten versorgt. Die Bundeswehrapotheke ist zudem Weiterbildungs- und Ausbildungsstätte etwa für Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenten, Apotheker, Pharmazeutisch-technische Assistenten und Medizintechniker.

(dpa)

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