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20210112044453

KMK-Chefin wirbt um Verständnis bei frustrierten Schülern und Eltern

04:43
12.01.2021
Angesichts andauernder Schwierigkeiten mit überlasteten Lernplattformen für Schulen wirbt die neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst, um Verständnis bei frustrierten Kindern und Eltern. Dass Server in Schulen manchmal nicht funktionierten, sei ärgerlich, sagte die brandenburgische Bildungsministerin (SPD) am Montagabend in den ARD-«Tagesthemen». «Aber was wir in den vergangenen fünf bis acht Jahren versäumt haben an Initiativen für die digitale Bildung, holen wir nicht in sechs bis neun Monaten auf.» Sie fügte an: «Ich gebe zu, wir wären gerne woanders.»

Auf die Frage, warum nicht leerstehende Theater oder Messehallen für die Schulen angemietet werden können, sagte Ernst, die Idee sei gut, aber begrenzt umsetzbar, weil beim Unterricht ja nicht eine Gruppe den ganzen Tag zusammenkomme. Zum Thema Schulschließungen sagte sie, die Kultusminister wollten keinen Automatismus anhand der Infektionsstatistik. «Wir möchten genau hingucken und die Gesamtsituation beurteilen.»

Nach dem Ende der Weihnachtsferien im ganzen Bundesgebiet sind die meisten Schulen in Deutschland in eine Phase des Fernunterrichts gestartet, von der noch nicht klar ist, wie lange sie dauert. Mit Ausnahme von Abschlussklassen gilt für fast alle Schüler zunächst «Homeschooling». Zum Unterrichtsbeginn gab es am Montag teilweise wieder Probleme mit Lernplattformen.

Ernst übernimmt am 14. Januar offiziell die Präsidentschaft von der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD). Ihren Vorsitz will Ernst unter das Thema «Lehren und Lernen und guter Unterricht in den Zeiten der digitalen Transformation» stellen.

(dpa)

Kapitel

Montag, 11. Januar

EU-Parlament darf Impfstoffvertrag mit Curevac einsehen

19:56
11.01.2021
Die EU-Kommission will Europaabgeordneten Einblick in den Liefervertrag mit dem Impfstoffhersteller Curevac geben. Dies kündigte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Montag an und entsprach damit Forderungen aus dem Parlament. Der Grünen-Abgeordnete Rasmus Andresen äußerte die Erwartung, dass weitere Verträge offengelegt würden.

Die sechs EU-Verträge mit Herstellern von Corona-Impfstoffen sind bisher vertraulich, weil sie Geschäftsgeheimnisse enthalten. Das Europaparlament fordert seit Wochen, Details offenzulegen. «Wir werden die Verträge nun sichten und dabei besonders die Produktionskapazitäten, den globalen Zugang und die Haftungsfragen in den Blick nehmen», erklärte Andresen.

Der Vorsitzende des Umwelt- und Gesundheitsausschusses, der französische Liberale Pascal Canfin, kündigte an, bereits am Dienstag die Dokumente einsehen zu wollen. Es bleibe aber bei der Forderung, die Informationen für alle Europäer öffentlich zu machen, nicht nur für einige Abgeordnete.

Die EU-Kommission hat für die 27 Mitgliedsstaaten bis zu 2,3 Milliarden Impfstoffdosen bestellt. Derzeit sind die Mittel jedoch knapp, weil sie erst nach und nach geliefert werden sollen.

(dpa)

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