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20210111172507

84-jährige Eheleute wollen Sofort-Impfung - Gericht lehnt Antrag ab

17:23
11.01.2021
84-jährige Eheleute aus Essen sind vor Gericht mit ihrem Eilantrag gescheitert, unverzüglich eine Corona-Impfung zu bekommen. Wie das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Montag mitteilte, hatte das Ehepaar argumentiert, dass Über-80-Jährige dem höchsten Risiko ausgesetzt seien. Es sei aus daher rechtswidrig, dass in Essen - wie in ganz NRW - zunächst alle Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeheime geimpft würden; inklusive derjenigen, die noch nicht 80 sind.

Das Verwaltungsgericht entschied, dass die Antragsteller auf die Öffnung des Impfzentrums und die Freischaltung der Telefonnummer für die Terminvergabe warten müssen (Az. 20 L 1812/20). Es sei keine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung, dass die Pflegeheime als erste dran sind. Das Schutzbedürfnis sei dort ungleich höher. Dies entspreche den Erkenntnissen und Empfehlungen der Ständigen Impfkommission. Die Über-80-jährigen, die noch in häuslicher Umgebung wohnten, seien deutlich weniger Kontakten ausgesetzt als Heimbewohner.

Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen eingelegt werden.

(dpa)

Mehr als 1000 neue Corona-Fälle und 90 weitere Tote

17:22
11.01.2021
Die Zahl der Menschen, die in Baden-Württemberg mit oder am Coronavirus gestorben sind, ist am Montag um 90 gestiegen (Stand: Montag 16.00 Uhr). Insgesamt zählte das Landesgesundheitsamt in Stuttgart bislang 5664 Tote in Zusammenhang mit der Pandemie. Bestätigte Infektionsfälle gibt es inzwischen 262 494 - 1020 mehr als am Sonntag. Als genesen gelten 213 581 ehemals Infizierte. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Montag landesweit bei 138,5.

Alle 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten liegen über dem Wert von 50 - der Wert, von dem an ein Kreis als Risikogebiet gilt. In drei Regionen - Heilbronn, Pforzheim und der Landkreis Calw - wurde sogar die Marke von 200 überschritten. Der Bodenseekreis kratzt ebenfalls an der kritischen 200er Marke.

569 Patienten sind im Südwesten nach Daten des Divi-Intensivregisters in intensivmedizinischer Behandlung, wie das Amt weiter mitteilte. 343 von ihnen würden invasiv beatmet. Insgesamt sind derzeit 2104 von 2452 Intensivbetten (85,8 Prozent) belegt. Die Abkürzung Divi steht für Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

(dpa/lsw)

Russland testet «Light-Version» von Corona-Impfstoff «Sputnik V»

15:28
11.01.2021
Russland hat mit Tests einer «Light-Version» seines Corona-Impfstoffs «Sputnik V» begonnen. Das Gesundheitsministerium in Moskau erteilte nach eigenen Angaben vom Montag die Erlaubnis dafür. Mit den klinischen Studien solle in den nächsten Monaten herausgefunden werden, wie sicher das Mittel sei und wie gut es wirke. 150 Freiwillige beteiligten sich an den Tests.

Nach früheren Angaben soll «Sputnik Light» zwar weniger lange Schutz bieten, dafür aber schneller wirksam sein. Normalerweise sind bei einer Impfung mit «Sputnik V» zwei Injektionen nötig, und die Immunität soll sich erst innerhalb von 42 Tagen bilden. In Russland laufen die Impfungen gegen das Coronavirus seit einem Monat. Mehr als 1,5 Millionen Menschen sind demnach schon geimpft worden.

Der Light-Impfstoff sei weltweit für viele Länder interessant, die sich im Kampf gegen das Virus darum bemühten, «so viele Leben wie möglich zu retten», sagte der Chef des staatlichen Direktinvestmentfonds, Kirill Dmitrijew, der Agentur Tass zufolge. Der Fonds finanziert das Vakzin mit und vermarktet es im Ausland.

In Russland haben sich seit der Beginn der Pandemie im Frühjahr laut offizieller Statistik mehr als 3,4 Millionen Menschen infiziert. Am Montag meldeten die Behörden 23 300 neue Fälle innerhalb eines Tages, deutlich weniger als zuletzt. Bei einem Patienten wurde Ende Dezember die Virus-Mutation aus Großbritannien festgestellt. Der Fall wurde erst jetzt bekannt.

(dpa)

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