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20210111130911

RKI: Mehr als 613 000 Covid-19-Impfungen erfasst

13:08
11.01.2021
Die Zahl der ans Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Impfungen gegen Covid-19 in Deutschland ist weiter gestiegen. Seit Beginn der Impfkampagne Ende Dezember haben mindestens 613 347 Menschen eine Dosis gespritzt bekommen. Diese Gesamtzahl ergibt sich aus bisherigen Meldungen der Bundesländer, wie aus einer RKI-Statistik vom Montag (Stand: 11.00 Uhr) hervorgeht. Pro 1000 Einwohner sind bundesweit demnach bisher 7,4 Menschen gegen die Krankheit geimpft worden. Noch am Freitag war die Marke von 500 000 gemeldeten Impfungen nicht erreicht gewesen.

Die meisten Impfungen pro 1000 Einwohner wurden laut der Statistik bisher für Mecklenburg-Vorpommern erfasst (15,6), die wenigsten für Sachsen (4,9). In absoluten Zahlen kommt Bayern auf den höchsten Wert von mehr als 120 000 Geimpften laut RKI. Die Werte, die den Behörden der einzelnen Bundesländer vorliegen, können deutlich höher liegen als die vom RKI gemeldeten, da die Meldungen teilweise mit einigem Verzug an das Institut übermittelt werden.

Die meisten Menschen - mehr als 296 000 - wurden laut RKI-Daten aus beruflichen Gründen geimpft. Es kann sich dabei zum Beispiel um Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte mit sehr hohem Ansteckungsrisiko und um Personal in der Altenpflege handeln. Zudem wurde das Präparat inzwischen mehr als 238 000 Bewohnern von Pflegeheimen verabreicht. Die Impfungen können derzeit auch wegen hohes Alters und/oder aus medizinischem Anlass geboten sein.

(dpa)

Neue Corona-Einreiseverordnung: Bundesregierung ringt noch um Details

13:07
11.01.2021
Die geplante Verordnung des Bundes für Einreisen aus Risikogebieten wird voraussichtlich Ausnahmen für Lieferverkehr und Berufspendler enthalten. Er gehe davon aus, dass die Interessen dieser Gruppen auch in der neuen Regelung «eine besondere Berücksichtigung erfahren», sagte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, am Montag in Berlin. Die Abstimmungen zu Details seien aber noch nicht abgeschlossen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder hatten sich am vergangenen Dienstag auf neue Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie geeinigt. Dazu gehört auch eine Verpflichtung, in den 48 Stunden vor der Einreise aus einem ausländischen Risikogebiet nach Deutschland oder direkt nach der Ankunft einen Corona-Test vornehmen zu lassen.

Ob Menschen, die bereits gegen Covid-19 geimpft wurden, davon ausgenommen sein werden, ist noch nicht klar. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat Bedenken. «Ich habe deutlich gemacht, welche politische Haltung der Bundesinnenminister zum Thema Privilegien für Geimpfte hat», sagte sein Sprecher. Die Maßnahmen müssten aber verhältnismäßig sein und auch vor Gericht Bestand haben, «da reicht eine politische Haltung nicht aus». Daher würden dazu noch Gespräche geführt.

Die deutsche Corona-Impfverordnung sieht vor, dass die Impfung dokumentiert wird, im Impfpass oder durch eine entsprechende Bescheinigung. Allerdings stellt sich die Frage, welchen Nachweis Menschen gegebenenfalls vorlegen müssten, die im Ausland geimpft wurden.

(dpa)

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