Letztes Update:
20210110081713

16 946 Corona-Neuinfektionen und 465 neue Todesfälle gemeldet

08:10
10.01.2021
Die deutschen Gesundheitsämter haben am Sonntag 16 946 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 465 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Morgen bekanntgab. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Sonntagmorgen bei 162,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Sachsen mit 269,8 und Thüringen mit 232,4. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 74,0. Wegen der Feiertage sind die Wochenwerte aber ebenfalls mit Vorsicht zu bewerten.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1 908 527 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 10.01., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 40 343. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1 525 300 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Sonntag bei 1,16 (Samstag: 1,17). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 116 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI betont in seinem Bericht aber, dass um den Jahreswechsel Corona-Fälle nur verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt werden, «so dass der R-Wert gegebenenfalls unterschätzt wird».

(dpa)

Wegen Corona: Bundesbürger telefonieren länger als zuvor

08:09
10.01.2021
Die Corona-Krise hat dazu geführt, dass die Menschen deutlich länger telefoniert haben als zuvor. Im vergangenen Jahr dauerte eine Mobilfunkverbindung im Schnitt drei Minuten und 20 Sekunden und damit 35 Sekunden länger als 2019, wie Vodafone auf Anfrage mitteilte. In den Jahren davor war die Dauer der durchschnittlichen Handyanrufe hingegen in etwa konstant geblieben.

Beim Wettbewerber Telefónica (O2) gab es eine ähnliche Entwicklung, hier dauerte das durchschnittliche Mobilfunktelefonat im ersten Corona-Jahr drei Minuten und damit eine halbe Minute länger als 2019. Während der Corona-Lockdowns im Frühjahr und im Dezember vermeldete Telefónica sogar eine Gesprächsdauer von vier Minuten. Der dritte Mobilfunk-Netzbetreiber, die Deutsche Telekom, machte keine Angaben.

Die Pandemiezeit wirkte sich auch auf die Festnetznutzung aus, Anrufe über diese Anschlüsse dauerten bei Vodafone im Jahr 2020 viereinhalb Minuten und damit 30 Sekunden länger als zuvor. Vodafone-Technikchef Gerhard Mack sagt mit Blick auf die Zahlen: «Die Menschen haben 2020 wieder häufiger und vor allem länger telefoniert, um den Kontakt zu Freunden zu halten und um sich auf diesem Wege mit Arbeitskollegen auszutauschen.» Die Zahl der Mobilfunktelefonate stieg bei Vodafone um knapp eine Milliarde auf 28 Milliarden, die Zahl der Festnetzanrufe blieb mit gut drei Milliarden etwa gleich.

Hinzu kommen noch Gespräche über «VoIP»-Dienste (Voice over IP) wie Skype oder Whatsapp. Zahlen zu solchen Gesprächen gibt es zwar nicht. Klar ist aber, dass der Anstieg der Internet-Datenmassen teilweise auch an diesen Diensten liegt, Audio- oder Videogespräche über diese Internetdienste sind beliebt.

Vodafone legte zudem Infos zur Internetnutzung in Deutschland auf den Tisch. Im Festnetz kam das Düsseldorfer Unternehmen im vergangenen Jahr auf elf Exabyte Daten (elf Milliarden Gigabyte). Das entspricht einem Plus von gut 30 Prozent. In den Vorjahren lag der Datenzuwachs nur bei jeweils etwa 20 Prozent - die Corona-Einschränkungen samt geschlossener Kinos und Kneipen führten also dazu, dass die Menschen mehr zu Hause waren und mehr online waren. «Die meisten Daten rauschten abends durchs Netz, weil der gute alte Filme-Abend mit der Familie wieder in Mode kam und weil wir unsere Freunde häufiger im Videochat statt in der Kneipe oder bei uns zu Hause getroffen haben», sagt Vodafone-Manager Mack.

Die Pandemie wirkte sich auch auf das Mobilfunkinternet aus: Hier stieg das genutzte Datenvolumen bei Vodafone zwar um 40 Prozent, in den Vorjahren waren es aber 50 Prozent gewesen. Der schwächere Wert liegt daran, dass die Menschen in Pandemiezeiten weniger unterwegs waren und daher häufiger das W-Lan daheim benutzten, statt die mobilen Daten ihres Handys. Die Internet-Datenmengen steigen schon seit Jahren als Folge der fortschreitenden Digitalisierungen - die stärker genutzten Anwendungen werden datenintensiver, etwa weil Filme inzwischen häufiger in hochauflösender Version gestreamt werden.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen