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Britische Experten fürchten weitere Verschärfung der Corona-Lage

14:33
09.01.2021
Nach der Ausrufung des Katastrophenfalls in London wegen der hohen Auslastung der Krankenhäuser rechnen Experten in Großbritannien mit einer weiteren Verschärfung der Lage. Simon Walsh vom britischen Ärzteverband British Medical Association (BMA) sagte im BBC-Fernsehen, er erwarte einen weiteren Anstieg der Zahlen, bevor sie wieder zurückgingen. Das ergebe eine Analyse der ersten Pandemiewelle im Frühjahr vergangenen Jahres.

Großbritannien hatte am Freitag mit mehr als 68 000 neuen Coronainfektionen und 1325 gemeldeten Todesfällen innerhalb von 24 Stunden gleich zwei traurige Rekorde verzeichnet. Besonders schlimm ist die Lage in London, wo Bürgermeister Sadiq Khan einen Katastrophenfall ausrief. Die Krankenhäuser dort sind Berichten zufolge am Anschlag. Die Bedrohung, die das Coronavirus für die Stadt darstelle, sei an einem kritischen Punkt, sagte Khan einer Mitteilung zufolge. «Wenn wir nicht unverzüglich handeln, könnte unser NHS (Gesundheitsdienst) überwältigt werden und mehr Menschen werden sterben.»

Die Sieben-Tages-Inzidenz in der britischen Hauptstadt liegt inzwischen bei mehr als 1000. Damit ist die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche auf 100 000 Einwohner gemeint. Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Covid-19-Patienten in London sei allein in der ersten Januarwoche um knapp ein Drittel, die Zahl der Patienten, die künstlich beatmet werden müssen, um mehr als 40 Prozent gestiegen, hieß es in der Mitteilung des Bürgermeisters. Zur Hilfe kamen dem Gesundheitsdienst unter anderem Hunderte Feuerwehrleute, die als Fahrer von Krankenwagen eingesetzt wurden.

Verantwortlich für die rasche Ausbreitung des Virus machen die Regierung und Experten dafür auch eine neue, womöglich ansteckendere Variante. Sie soll sich um bis zu 70 Prozent schneller ausbreiten als die bisher vorherrschende Virus-Variante.

(dpa)

Mehr als eine halbe Million Corona-Impfungen in Italien

14:32
09.01.2021
Italien hat die Schwelle von einer halben Million Corona-Impfungen überschritten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Samstag wurden landesweit knapp 505 000 Impfdosen an rund 290 Standorten gespritzt. Das Personal im Gesundheitsbereich bekam demnach die meisten Impfungen.

Die süditalienische Region Kampanien mit der Hauptstadt Neapel verabreichte mit etwa 75 Prozent die meisten ihr zur Verfügung gestellten Dosen. Nach absoluten Zahlen wurden in der Region Latium mit Rom die meisten Spritzen verabreicht (rund 56 300). Rund 60 Prozent der Geimpften waren Frauen. Seit Ende Dezember hat Italien knapp 918 500 Impfdosen erhalten. «Ich denke, wir sind noch am Anfang und die Dosen, die wir zur Verfügung haben, sind noch klar begrenzt», sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Samstag

(dpa)

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