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Kretschmann fordert Homeoffice-Gipfel

17:42
08.01.2021
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) fordert angesichts der Corona-Lage, dass mehr Menschen ins Homeoffice wechseln. In einem Brief an Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), der den «Stuttgarter Nachrichten» und der «Stuttgarter Zeitung» (Samstag) vorliegt, schlägt er vor, Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften und Unternehmen kurzfristig zu einem Homeoffice-Gipfel einzuladen.

Die Landesregierung erhalte zunehmend Rückmeldungen, dass noch mehr Beschäftigte von zu Hause aus arbeiten könnten, schrieb Kretschmann. «Gerade im Vergleich zu den gravierenden Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich werden zunehmend Stimmen laut, gemeinsam mit den Unternehmen die Anstrengungen zu erhöhen.»

Hoffmeister-Kraut teilte den beiden Zeitungen mit, dass ein Homeoffice-Gipfel für die dritte Januarwoche aktuell vorbereitet werde.

(dpa)

Polizei zählt über 116.000 Corona-Verstöße im zweiten Lockdown

16:47
08.01.2021
Seit Beginn des zweiten Corona-Lockdowns im November hat die Polizei in Baden-Württemberg mehr als 116 000 Verstöße gegen die Corona-Verordnung festgestellt. Gegen die seit 16. Dezember geltenden Ausgangsbeschränkungen hätten Menschen rund 11 500 Mal verstoßen, teilte Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Freitag in Stuttgart mit. Die Polizisten im Südwesten hätten seit November fast 134 000 Fahrzeuge und rund 544 500 Personen kontrolliert.

«Neben diesen Kontrollmaßnahmen ist die Polizei auch stark mit der Begleitung von Versammlungen im Kontext der Corona-Pandemie konfrontiert», erklärte Strobl weiter. «Einerseits um das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit zu gewährleisten, andererseits um auch dort auf die Einhaltung der Gesetze und etwa auch des Infektionsschutzes zu achten.» Von Anfang November bis Mitte Dezember hätten die Beamten rund 450 Versammlungen im Land mit Corona-Bezug begleitet.

(dpa)

Aida verlängert wegen Corona Kreuzfahrt-Pause

16:46
08.01.2021
Wegen der Verlängerung des Lockdowns und der Verschärfung der Maßnahmen gegen das Coronavirus unterbricht die Rostocker Kreuzfahrtreederei Aida Cruises die Kreuzfahrtsaison länger als geplant. Man hoffe, diese «nach einer deutlichen Entspannung des Infektionsgeschehens in Deutschland» ab 6. März fortsetzen zu können, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Ursprünglich sollten Schiffe schon Mitte Januar wieder rund um die Kanarischen Inseln kreuzen.

Das sei wegen der neuen deutschen Corona-Bestimmungen nicht möglich, sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Auch andere Regionen könnten wegen der dortigen Situation derzeit nicht angefahren werden. Im März sollen dann Fahrten um die Kanaren, in Nordeuropa und im Mittelmeer den Auftakt machen. Gäste, deren Reisen nicht wie ursprünglich geplant durchgeführt werden können, würden umgehend informiert, heißt es in der Mitteilung. Aida biete Umbuchungen an.

Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben wieder per Telefon und E-Mail erreichbar. Es hatte zuletzt wegen erheblicher IT-Probleme sogar Kreuzfahrten absagen müssen. In Medien war über einen möglichen Hackerangriff spekuliert worden. Die Rostocker Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen übernommen. Aida wollte sich zu den Hintergründen nicht äußern.

(dpa)

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