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Commerzbank stellt noch mehr Geld für mögliche Kreditausfälle zurück

10:56
08.01.2021
Die Commerzbank stellt noch mehr Geld für mögliche Rückschläge in der Corona-Krise zurück. Im Gesamtjahr 2020 rechnet die Bank nun mit einer Risikovorsorge von mindestens 1,7 Milliarden Euro. Das teilte der Frankfurter MDax-Konzern am Freitag mit. Im Herbst hatte die Bank noch eine Vorsorge für mögliche Kreditausfälle zwischen 1,3 Milliarden und 1,5 Milliarden Euro für das Gesamtjahr prognostiziert.

In der nun höheren Summe seien bereits rund 500 Millionen Euro zusätzliche Vorsorge für mögliche Kreditausfälle infolge der Corona-Krise im Jahr 2021 enthalten, erklärte die Bank. Außerdem würden «mit dem höheren Risikoergebnis auch die derzeit erwarteten Auswirkungen des zweiten Lockdowns» antizipiert.

Der seit 1. Januar amtierende Vorstandsvorsitzende Manfred Knof hat den Umbau des Instituts zur Chefsache erklärt. Noch im Laufe des ersten Quartals will der von der Deutschen Bank gekommene Manager eine neue Strategie vorstellen. Insider halten es für wahrscheinlich, dass dies bei der Aufsichtsratssitzung am 10. Februar der Fall sein wird - am Tag vor der Bilanzvorlage für das noch von Knofs Vorgänger Martin Zielke verantwortete Geschäftsjahr 2020. Analysten gehen davon aus, dass die Commerzbank erst 2022 wieder die Gewinnzone erreichen wird.

(dpa)

Corona-Reisewarnung für portugiesische Urlaubsinsel Madeira

10:56
08.01.2021
Wegen steigender Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung nun auch die portugiesische Urlaubsinsel Madeira ab Samstag als Risikogebiet eingestuft und eine Reisewarnung ausgesprochen. Auf der Risikoliste des Robert Koch-Instituts (RKI) stehen dann auch wieder die französische Insel Korsika und die nordfranzösische Region Bretagne. Damit gilt wieder für den gesamten europäischen Teil Frankreichs eine Reisewarnung, nur einige Überseegebiete sind noch davon ausgenommen, wie das RKI auf seiner Internetseite mitteilte.

Madeira ist eins der letzten Winter-Reiseziele im Süden Europas, für das bisher noch keine Corona-Reisewarnung galt. Jetzt bleiben nur noch einige griechischen Inseln übrig. Die Kanaren hatte die Bundesregierung bereits eine Woche vor Weihnachten zum Risikogebiet erklärt und die Reisewarnung damit auf ganz Spanien erweitert.

Auch ganz Irland, die dänischen Färöer Inseln und zwei weitere Regionen Norwegens sind ab Samstag wieder Risikogebiet. Eine finnische Region wurde dagegen wieder von der Risikoliste gestrichen.

Die Einstufung als Risikogebiet und die damit automatisch verbundenen Reisewarnungen des Auswärtigen Amts bedeuten zwar kein Reiseverbot, sollen aber eine möglichst große abschreckende Wirkung auf Touristen haben. Urlauber können bereits gebuchte Reisen stornieren, wenn ihr Ziel zum Risikogebiet erklärt wird. Rückkehrer aus den Risikogebieten müssen bis zu zehn Tage in Quarantäne, können sich davon allerdings durch einen negativen Test ab dem fünften Tag nach Einreise vorzeitig befreien lassen.

Bund und Länder hatten am Dienstag beschlossen, dass die Einreiseregeln noch verschärft werden sollen, das genaue Datum steht aber noch nicht fest. Künftig soll ein Corona-Test 48 Stunden vor oder unmittelbar nach Einreise zur Pflicht werden.

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt, wenn ein Land oder eine Region den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschreitet. Ganz Deutschland ist nach diesen Kriterien wie die meisten anderen europäischen Länder Risikogebiet.

Auf dem europäischen Festland gibt es nun nur noch in Griechenland, Finnland, Norwegen und Österreich (zwei Gemeinden an der deutschen Grenze) Regionen, die nicht als Risikogebiete eingestuft sind. Hinzu kommen ein Großteil der griechischen Inseln, die britische Isle of Man und die Kanalinsel Guernsey sowie die dänische Insel Grönland.

(dpa)

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