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Kühne + Nagel übernimmt Logistik des Moderna-Corona-Impfstoffs

11:56
07.01.2021
Im Rennen um Großaufträge für den Corona-Impfstofftransport kann das Logistikunternehmen Kühne + Nagel einen Erfolg verbuchen. Man habe einen Vertrag über den weltweiten Transport und die Lagerung des Covid-19-Impfstoffes von Moderna abgeschlossen, teilte der Konzern am Donnerstag in Schindellegi in der Schweiz mit. Es geht um die ganze Welt außer die USA, dort bekam ein Wettbewerber den Zuschlag. Der Impfstoff muss durchgängig auf minus 20 Grad gekühlt werden - das sei sichergestellt, betonte Kühne + Nagel.

Der Vertrag betrifft die Strecke von der Produktionsstätte bis zu einem kontinentalen Verteilzentrum - in Europa ist dies bei Moderna Branchenkreisen zufolge in Belgien. Auch die Strecke von diesem Zentrum zum nationalen Distributionszentrum - hier also die Lastwagen-Fahrt von Belgien nach Deutschland - ist in dem Vertrag drin, danach greifen andere Logistikabkommen.

Für Nordrhein-Westfalen zum Beispiel ist Kühne + Nagel für die «letzte Meile» zuständig, und zwar für die Verteilung aller Impfstoffe an mobile Impfteams und an Impfzentren - bisher handelt es sich nur um das Präparat von Biontech/Pfizer, bald kommt auch das von Moderna hinzu. Ein Zeitpunkt hierfür wurde nicht genannt.

Kühne und Nagel hat nach eigenen Angaben 230 Pharmastandorte auf der Welt, in Deutschland zum Beispiel in Leipzig, Frankfurt am Main und in Mainz. Ein Wettbewerber von Kühne + Nagel ist die Deutsche Post DHL, die sich zum Beispiel die Impfstoff-Logistik für Niedersachsen und Israel sichern konnte.

(dpa)

Zweiter Lockdown belastet Jahresbilanz des Buchhandels

11:55
07.01.2021
Der zweite Lockdown mit erneuten Ladenschließungen hat die Bilanz des deutschen Buchhandels im vergangenen Jahr belastet. Zwar konnte der Umsatzrückstand aus dem Shutdown im Frühjahr Monat für Monat verringert werden, wie aus dem am Donnerstag erschienenen Branchenmonitor hervorgeht. Die erneuten Ladenschließungen in der umsatzstärksten Zeit des Jahres Mitte Dezember sorgten allerdings für ein negatives Jahresergebnis. Der Umsatz 2020 in den zentralen Vertriebswegen wie Sortimentsbuchhandel, E-Commerce, Bahnhofsbuchhandel oder Kaufhäusern lag den Angaben zufolge 2,3 Prozent unter dem des Vorjahres. Das von den Corona-Maßnahmen besonders betroffene stationäre Geschäft schloss das Jahr mit einem Minus von 8,7 Prozent ab.

Zwar spielte Lesen in der Krise eine herausragende Rolle, sagte Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutsche Buchhandels. Die Nachfrage nach Büchern sei hoch gewesen. Doch «die erneuten Ladenschließungen mitten im Weihnachtsgeschäft stoppten die Aufholjagd, mit der es dem Buchhandel fast gelungen wäre, die Einbußen aus dem Shutdown im Frühjahr auszugleichen», so Schmidt-Friderichs. Angesichts der beschlossenen Fortsetzung des Lockdowns und der anhaltenden Ladenschließungen werde die Branche «mit einem massiven Minus in das Jahr starten.»

Die Perspektiven für Verlage und Buchhandlungen seien ungewiss. Die meisten Buchhandlungen bieten den Angaben zufolge während der Schließungen die kontaktlose Abholung bestellter Bücher an. Nur in Sachsen sei dies nicht erlaubt. «Wir fordern die Regierung Sachsens dringend auf, hier nachzuziehen», sagte Schmidt-Friderichs. «Der Abholservice ist für Buchhandlungen unabdingbar, um die Schäden durch die Schließungen abzufedern.»

(dpa)

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