Letztes Update:
20210107111516

Müller attackiert Wirtschaft in Corona-Krise: «Unsolidarisch»

11:15
07.01.2021
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller verlangt von der deutschen Wirtschaft in der Corona-Krise mehr Solidarität, vor allem mehr Home-Office-Angebote. «Ich glaube, dass die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ihre Verantwortung und Verpflichtung im Zusammenhang mit der Pandemiebekämpfung deutlich stärker wahrnehmen müssen als bisher», sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Abgeordnetenhaus.

«Überall, wo nicht direkt Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger zu erbringen sind oder wo es um direkte Produktionsabläufe geht, überall an diesen Stellen muss es möglich sein, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Phase der Pandemiebekämpfung, in der wir jetzt sind, auch zu Hause zu lassen», forderte Müller. «Es geht nicht, dass wir immer stärker im privaten Bereich einschränken, immer stärker bei Älteren und Familien, aber die Unternehmen weiter so tun, als hätten wir kein Problem.»

Die Politik habe immer wieder appelliert, Homeoffice-Angebote zu machen und Beschäftigte zu Hause zu lassen, so weit es geht, statt sie an den Arbeitsplatz zu bitten und damit «Kontakte und Verkehre» auszulösen. «Jeder, der jetzt darauf nicht auch in den Unternehmen reagiert, gefährdet Menschen, er verlängert damit den Lockdown und schadet unterm Strich sich und seinem Unternehmen selbst mehr», so Müller. «Und er ist schlichtweg unsolidarisch.»

Ihm sei bewusst, dass die Pandemie mit dem Lockdown für viele Unternehmen dramatische Folgen habe und viele um ihr Überleben kämpften, ergänzte er. Der Berliner Senat habe deshalb von Anfang an auf eine Strategie gesetzt, auch Unternehmen mit einem «breiten Netz an Hilfen» im Zusammenspiel mit dem Bund zu helfen.

(dpa)

Müller sieht in Corona-Krise keine schnelle Rückkehr zur Normalität

11:14
07.01.2021
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat mit Blick auf die angelaufenen Impfungen gegen das Coronavirus vor zu großen Hoffnungen auf eine schnelle Rückkehr zur Normalität gewarnt. «Es wird Monate dauern, bis wir den Impfstoff verimpfen können», sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Abgeordnetenhaus. «So gut es ist, dass wir jetzt den Impfstoff haben, so viel Hoffnung wir zurecht daran knüpfen, so klar muss uns doch noch sein, was vor uns liegt.»

In der aktuellen Phase, wo noch nicht die breite Bevölkerung immunisiert ist, sei es weiter wichtig, sich an die Regeln und Beschränkungen im Lockdown zu halten. «Wir müssen weiter daran arbeiten, dass wir besonnen mit der Situation umgehen und uns und andere weiter mit unseren Maßnahmen und Regeln schützen. In den nächsten Wochen und Monaten wird das leider nach wie vor eine Rolle spielen», so Müller.

«Es wird eine Zeit nach der Pandemie geben, und die ist jetzt in greifbarer Nähe», fügte er hinzu. «Wir haben eine Perspektive, dass sich die Situation in den nächsten Monaten normalisieren wird.» Umso mehr gelte jetzt: «Wir können und dürfen jetzt nicht aufgeben. Stay at home bleibt auch in den nächsten Wochen oberste Maßgabe.»

(dpa)

Merkel: Haben schwerste Monate der Pandemie noch vor uns

11:13
07.01.2021
Bei der Corona-Pandemie in Deutschland ist aus Sicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch keine Entwarnung möglich. «Natürlich haben wir die schwersten Monate - das kann man glaube ich erahnen - der Pandemie noch vor uns», sagte Merkel am Donnerstag in Berlin bei der Klausurtagung der CSU-Abgeordneten im Bundestag. Dies sei jedoch «gepaart mit einem Stück Hoffnung» durch die inzwischen zur Verfügung stehenden Impfstoffe.

Merkel sagte, gleichwertige Lebensbedingungen in ganz Deutschland würden nach der Corona-Pandemie «eine noch größere Herausforderung» werden. «Es ist für mich auch die Voraussetzung dafür, dass die Fliehkräfte in unserem Lande nicht immer größer werden», betonte die Bundeskanzlerin.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen