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Tschechien verlängert Lockdown-Maßnahmen bis 22. Januar

10:21
07.01.2021
Tschechien hat die bestehenden Lockdown-Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie verlängert. Die höchste Corona-Warnstufe der Regierung gilt vorerst bis zum 22. Januar. Weitere Verschärfungen seien nicht ausgeschlossen, sagte Gesundheitsminister Jan Blatny am Donnerstag in Prag. Derzeit dürfen sich maximal zwei Personen in der Öffentlichkeit treffen. Geschäfte des nicht-alltäglichen Bedarfs, Hotels, Restaurants und Kultureinrichtungen sind geschlossen. Es gilt eine nächtliche Ausgangssperre in der Zeit zwischen 21.00 Uhr und 5.00 Uhr morgens.

Derweil meldete der EU-Mitgliedstaat den zweiten Tag in Folge einen Rekord bei den neuen Corona-Fällen. Die Behörden verzeichneten 17 668 Positiv-Tests innerhalb von 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie gab es knapp 795 000 Infektionen und 12 621 Todesfälle. Tschechien hat rund 10,7 Millionen Einwohner.

Das Impfprogramm läuft weiter nur schleppend an. Bis Mittwochabend wurde das Präparat der Firmen Biontech und Pfizer nach Angaben des Gesundheitsministeriums erst 19 918 Menschen verabreicht. In den sozialen Medien wächst daher die Kritik an der gemeinsamen EU-Einkaufspolitik. Tschechiens sozialdemokratischer Außenminister Tomas Petricek wies dies bei Twitter zurück: «Ohne die EU würden wir die Vakzinen viel später bekommen.»

(dpa)

Tokio zählt Rekord an Corona-Neuinfektionen - Notstand verhängt

09:37
07.01.2021
Japan hat wegen wieder stark gestiegener Corona-Neuinfektionen für den Großraum Tokio erneut den Notstand ausgerufen. Das gab Regierungschef Yoshihide Suga am Donnerstag bekannt. Ein Lockdown ist die ab Freitag bis 7. Februar geltende Maßnahme nicht: Die Bürger von Tokio sowie den angrenzenden Präfekturen Chiba, Saitama und Kanagawa sollen möglichst zu Hause bleiben und vor allem nicht nach 20.00 Uhr ausgehen. Restaurants und Bars sollen ab 19.00 Uhr keinen Alkohol ausschenken und schon um 20.00 Uhr schließen. Anders in anderen Ländern sieht der Notstand in Japan jedoch keine Strafen bei Zuwiderhandlungen vor.

Wenige Monate vor den geplanten Olympischen Spielen in Tokio ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der japanischen Hauptstadt am Donnerstag auf einen Rekord gestiegen. Erstmals wurden binnen eines Tages mehr als 2000 Fälle registriert. Erst am Vortag war die Zahl erstmals über die Marke von 1500 Fällen geklettert. Die Vorbereitungen für die Sommerspiele sollen fortgesetzt werden, hatte Suga zu Wochenbeginn gesagt.

Japan hatte zuletzt im April vergangenen Jahres für Tokio den Ausnahmezustand aufgerufen, der später auf das ganze Land ausgeweitet und Ende Mai wieder aufgehoben worden war. In jüngster Zeit sind die Infektionszahlen jedoch wieder stark angestiegen, vor allem im Großraum Tokio. Es besteht zunehmend die Sorge vor einer Überlastung des Gesundheitssystems.

Einen harten Lockdown hat es in Japan zu keinem Zeitpunkt gegeben. Rechtlich bindend waren die Aufforderungen der Behörden bislang nicht, stattdessen setzt man auf Freiwilligkeit. Die meisten Bürger des 127-Millionen-Landes tragen zwar Mund- und Nasenschutz. Doch waren Einkaufszonen im Vorfeld der Neujahrsfeiertage sowie Schreine zu Neujahr überfüllt. Auch benutzen viele Menschen weiter die Bahnen, andere amüsieren sich in Tokios nächtlichen Amüsiervierteln in Bars.

(dpa)

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