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Eisenmann begrüßt Öffnung der Schulen und Kitas Mitte Januar

15:53
06.01.2021
Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) will sich dafür einsetzen, Kitas und Grundschulen im Südwesten möglichst ab dem 18. Januar wieder zu öffnen. Alle Schulen, auch die Grundschulen, über weitere Wochen komplett geschlossen zu halten, hielte sie für einen Fehler, sagte Eisenmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe. «Dies würde dem Bildungsanspruch nicht gerecht werden und soziale und psychische Folgen bei einer anhaltenden Isolation von Kindern völlig ausblenden», sagte Eisenmann.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte am Dienstagabend in Stuttgart angekündigt, Grundschulen und Kitas ab 18. Januar wieder zu öffnen, wenn die Infektionszahlen dies zuließen. Für Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen soll es hingegen bis Ende Januar keinen Präsenzunterricht geben. Eisenmann hatte sich zuvor vehement für Präsenzunterricht in Grundschulen eingesetzt.

Es sei richtig, den Lockdown in nahezu allen Lebensbereichen zu verlängern und die Maßnahmen in Corona-Hotspots zu verschärfen, sagte die Ministerin. «Allerdings hätte ich mir bei den so wichtigen und sensiblen Themen Bildung und Betreuung eine differenzierte Entscheidung schon ab kommenden Montag gewünscht.» Dass die älteren Schülerinnen und Schüler an den weiterführenden und den beruflichen Schulen vorerst Fernunterricht haben sollen, sei hingegen nachvollziehbar und vertretbar.

(dpa)

Präsenzunterricht für Abschlussklassen bereits ab 18. Januar geplant

15:52
06.01.2021
Zusätzlich zur Öffnung der Grundschulen und Kitas soll nach Angaben des Kultusministeriums vom 18. Januar an auch flächendeckend Präsenzunterricht für Abschlussklassen in Baden-Württemberg angeboten werden. «Dazu wird es kommende Woche auf der Basis dann vorliegender Daten erneut Gespräche geben», sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Mittwoch in Stuttgart. Neben dem Fernunterricht sei Präsenzunterricht in Ausnahmefällen auch bereits vom kommenden Montag (11. Januar) an möglich sein. Dieser müsse dann aber «zwingend zur Prüfungsvorbereitung erforderlich» sein.

Ziel bleibe es zudem, Kindertageseinrichtungen, Einrichtungen der Kindertagespflege sowie Grundschulen und Schulkindergärten ab dem 18. Januar wieder flächendeckend zu öffnen. Das hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bereits am Dienstagabend nach den Beratungen von Bund und Ländern erklärt. Schülerinnen und Schüler in anderen Jahrgängen der weiterführenden Schulen sollen Fernunterricht erhalten.

«Es ist unerlässlich, dass wir den Schulen und Kitas weitere Perspektiven für die kommende Zeit aufzeigen», sagte Eisenmann. Geschlossene Kitas und Schulen über einen längeren Zeitraum hätten negative Folgen für den Lernerfolg und die soziale Teilhabe der Kinder und Jugendlichen. «Sie sind zudem eine enorme Belastung für die Familien in unserem Land.» Schulen und Kitas müssten die ersten Bereiche sein, in denen es Lockerungen gebe.

Im Südwesten enden am Sonntag die Weihnachtsferien für etwa 1,5 Millionen Schüler und rund 130 000 Lehrkräfte.

(dpa)

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