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Intersport distanziert sich von Protest-Händler Siebzehnrübl

13:21
06.01.2021
Erst wollte er trotz des Lockdowns öffnen, dann doch nicht, nun hat sich Intersport von Sportartikelhändler Udo Siebzehnrübl distanziert. «Hier geht es um gesellschaftliche Verantwortung und die haben wir alle zu tragen», sagte Vorstandschef Alexander von Preen.

Zwar würden auch der Verbund und seine Geschäfte vor große wirtschaftliche Herausforderungen gestellt, hieß es in der Mitteilung vom Mittwoch. Die Beschlüsse von Bund und Ländern trage man aber mit, um eine weitere Verbreitung des Corona-Virus zu verhindern.

Der Intersport-Händler Siebzehnrübl hatte vor, nächsten Montag seine Läden in Rosenheim und Altötting zu öffnen, um auf die Notlage des Einzelhandels aufmerksam zu machen. Inzwischen trat er von seiner Ankündigung zurück.

Die rechte Szene habe die Aktion für ihre Zwecke ausgenutzt, sagte Siebzehnrübl am Dienstag dem Bayerischen Rundfunk. «In dieses Fahrwasser soll Intersport nicht gezogen werden, da ist eine Grenze für mich erreicht.»

(dpa)

Söder fordert mehr Planungssicherheit beim Impfstoff

13:20
06.01.2021
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vom Bund erneut mehr Planungssicherheit bei der Lieferung von Impfstoff gegen das Corona-Virus gefordert. Es sei jetzt wichtig, dass jeder Impfstoff, der möglich ist, beschafft und produziert werden kann, sagte Söder am Mittwoch nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in München.

Es sei nicht ein Problem der bestellten Mengen, sondern es stelle sich die Frage, wann die Impfdosen ankommen. «Was gestern ein positives Signal war, dass die Kanzlerin das mit zur Chefsache gemacht hat», sagte Söder.

Unterdessen hat die EU-Gesundheitsbehörde grünes Licht für den Impfstoff des Herstellers Moderna gegeben. Dies macht Hoffnung auf baldige Lieferungen des Produkts. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte erklärt, jedem Deutschen, der dies möchte, solle bis zum Sommer ein Impfangebot gemacht werden können.

«Impfen ist die einzige echte Langzeitstrategie, die es gibt», betonte der bayerische Ministerpräsident und warnte vor übertriebenen Hoffnungen auf eine schnelle Linderung in der Pandemie. In Bayern seien 99 Impfzentren am Start. «Da wird geimpft, was geht», erklärte Söder. Bisher hätten rund 90 000 Menschen in Bayern die erste von zwei notwendigen Impfdosen erhalten.

Zur Wahrheit gehöre auch, dass die Impfbereitschaft erhöht werden müsse. Erste Erfahrungen aus den Alten- und Pflegeheimen zeigten eine hohe Impfbereitschaft der Heimbewohner, aber Zurückhaltung bei den Pflegekräften. Es müsse über eine Impfkampagne nachgedacht werden, die auch Vorbilder aus dem öffentlichen Leben beinhalte. «Wir gehen in eine entscheidende Phase», sagte Söder. Die zweite Welle der Pandemie sei deutlich schwieriger als die erste Welle im Frühjahr und viele sprächen bereits über eine dritte Welle.

(dpa)

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