Letztes Update:
20210106131915

Spahn: «Die Tage des Impfstarts sind Tage der Zuversicht»

13:18
06.01.2021
Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Impfkampagne in Deutschland gegen Kritik verteidigt. «Die Tage des Impfstarts sind Tage der Zuversicht», sagte Spahn am Mittwoch in Berlin. Er verstehe, dass viele Menschen Fragen hätten, wenn nicht überall die Dinge gleich so funktionierten wie erhofft. Fehler müssten behoben werden.

In mehreren Punkten wies Spahn konkrete Kritikpunkte zurück. So gebe die Bundesregierung sämtliche Daten der Hersteller zu den Impfstoff-Lieferungen umgehend an die Länder weiter. Spahn bekräftigte: «Es wird genug Impfstoff für alle in Deutschland geben.» Er betonte: «Wir haben genug, mehr als genug Impfstoff für alle bestellt.» Es gebe kein Problem der bestellten Menge. Der Impfstoff sei aber ein knappes Gut.

Wenn nun wie geplant der Hersteller Biontech im kommenden Monat an einem neuen Standort in Marburg die Produktion starte, dann könne das Unternehmen die Impfstoffproduktion massiv ausbauen. «Das führt zu früheren Lieferungen bestellter Dosen.» Es handele sich um einen Rekord beim Aufbau einer solchen Produktionsstätte. Normalerweise dauere dies ein bis zwei Jahre. «In diesem Fall wären es dann wenige Monate.»

Nach der nun erwarteten europäischen Zulassung des zweiten Impfstoffs - dem des US-Herstellers Moderna - solle es die Lieferung der ersten Dosen in Deutschland voraussichtlich in der kommenden Woche geben.

Eine Beratung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) am Mittwoch zum Impfen habe der Abstimmung gedient, wie das in der Regierung üblich sei. Thema seien Möglichkeiten einer größeren Impfstoffproduktion gewesen.

Es hatte Spekulationen geben, Spahn werde die Zuständigkeit für das Impfen entzogen. Spahn betonte, dass das Vertrauen zwischen Merkel und ihm auch in der besonderen Krisenlage groß sei - nach dem Motto: «unter Stress vertrauen».

(dpa)

Von der Leyen: Arbeiten an schneller Zulassung des Moderna-Impfstoffs

13:17
06.01.2021
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat die Empfehlung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) für eine EU-Zulassung des Corona-Impfstoffs von Moderna begrüßt. «Gute Nachrichten für unsere Bemühungen, mehr Covid-19-Impfstoff zu den Europäern zu bringen», schrieb von der Leyen am Mittwoch auf Twitter. Die EU-Kommission arbeite nun mit voller Geschwindigkeit daran, das Mittel zu genehmigen und in der EU verfügbar zu machen.

Die EMA hatte am Mittwochmittag die bedingte Marktzulassung für den Corona-Impfstoff des US-Unternehmens Moderna empfohlen. Nun muss die EU-Kommission das Präparat noch zulassen. Es wäre der zweite Corona-Impfstoff, der in der EU gespritzt werden dar

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen