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Mafia in Italien nutzte Corona-Lage für Machenschaften in Wirtschaft

13:16
06.01.2021
Die Corona-Krise hat der Mafia in Italien im vergangenen Jahr viele Gelegenheiten für ihre kriminellen Machenschaften in der Wirtschaft und dem Internet geboten. Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Quartalsbericht der italienischen Sicherheitsbehörden hervor. Die kriminellen Vereinigungen verfügten über sehr viel Geld aus illegalen Geschäften, das sie in notleidende Unternehmen investierten, hieß es darin. Die Mafiosi hätten das Geld damit gewaschen und somit die Wirtschaft infiltriert. Nicht selten versuchten sie dabei, sich die Vermögenswerte der Unternehmen zu eigen zu machen.

Außerdem nutzten die Clans die Notlage durch Corona demnach, um auch über das Internet ihre Opfer anzugreifen. Unter anderem hätten die Cyber-Kriminellen die Infrastruktur des Gesundheitswesens im Visier gehabt und Krankenhäuser erpresst, die auch Corona-Patienten behandelten. Das Druckmittel war etwa sogenannte Ransomware, mit der die Täter drohten, die Systeme der Einrichtungen lahmzulegen. In Zahlen ausgedrückt: Während von Januar bis Oktober 2019 insgesamt 105 «kritische Infrastrukturen» angegriffen wurden, schoss die Zahl im Zeitraum des vergangenen Jahres in die Höhe auf 476 Attacken.

Zwischen März und September des vergangenen Jahres gingen die Ermittler der Finanz-Polizei Guardia di Finanza zufolge in etwas mehr als 90 Operationen gegen die Ndrangheta, Cosa Nosta, Camorra und die Mafia in Apulien vor und nahm dabei mehr als 1000 verdächtige Mafiosi fest.

(dpa)

Polizei: Maßnahmen in verschneiten Ausflugsgebieten wirken

13:15
06.01.2021
Nach dem jüngsten Ansturm auf die Ausflugsgebiete im Südwesten ist die Lage an Dreikönig zunächst ruhig geblieben. «Die Maßnahmen wirken, es sind sehr viele Kräfte im Einsatz», sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Offenburg am Mittwochmittag. Das Verkehrsaufkommen im Nordschwarzwald sei deutlich geringer. Stau gebe es vor allem an den Sperrungen.

In der Gemeinde Dobel im Landkreis Calw war der Andrang am Mittwoch zunächst gering. Nach Angaben der Polizei in Pforzheim füllten sich die Parkplätze am Vormittag erst nach und nach, bis die Zufahrt am Mittag gesperrt wurde. Auch an kleineren Rodelhängen blieb die Lage entspannt. Im Nordschwarzwald gab es zuletzt vielerorts chaotische Szenen auf Parkplätzen und Staus, etwa weil die Winter-Ausflügler ihre Autos am Straßenrand geparkt hatten.

Viele Menschen zog es am Mittwoch auch auf den Kandel bei Freiburg. Dort herrsche erheblicher Betrieb, sagte ein Polizeisprecher. Es gebe jedoch keine großen Beschwerden. Die Zufahrt zum Hausberg von Waldkirch (Kreis Emmendingen) sollte zur Mittagszeit ebenfalls gesperrt werden.

Nach den Weihnachtsfeiertagen und am vergangenen Wochenende waren zahlreiche Autofahrer in die Ausflugsgebiete im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb geströmt. Viele Menschen drängten sich auf Schlittenhängen und Winterwanderwegen. Appelle von Politik und Polizei, überfüllte Gebiete wegen der Corona-Pandemie nicht mehr anzufahren, waren bislang meist verhallt.

(dpa)

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