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Lindner: Neue Corona-Beschränkungen führen zu inhumanen Ergebnissen

11:54
06.01.2021
FDP-Chef Christian Lindner hat neuen Corona-Beschränkungen von Bund und Ländern als unverhältnismäßig und nicht dem Gesundheitsschutz dienlich kritisiert. Die beschlossenen Maßnahmen seien nicht praxistauglich und führten teils auch zu inhumanen Ergebnissen, sagte Lindner am Mittwoch zum traditionellen Dreikönigstreffen der Liberalen, das in diesem Jahr von Stuttgart aus digital übertragen wurde und ohne Publikum stattfand.

Wenn man nur eine weitere Person aus einem anderen Haushalt treffen könne, werde Pflege behindert und ein gemeinsamer Besuch der Großeltern unmöglich. Auch im Kampf gegen Corona müsse stets das mildeste Mittel gewählt werden. «Auch der beste Zweck heiligt dabei nicht jedes Mittel», warnte Lindner.

Auch werde das Infektionsrisiko nicht durch die Fahrstrecke in Entfernung zum Wohnort bestimmt, sondern durch den Kontakt mit anderen Menschen. So sehr er die Notwendigkeit der Kontaktbeschränkungen sehe, «schießen die Regeln über das Ziel hinaus», sagte Lindner. «Deswegen sollten diese Regeln korrigiert werden.»

(dpa)

Tourismusminister warnt Ausflügler vor striktem Bewegungsradius

11:53
06.01.2021
Baden-Württembergs Tourismusminister Guido Wolf warnt davor, den vorläufigen Verzicht auf einen eingeschränkten Bewegungsradius in Landkreisen mit hohen Corona-Infektionszahlen misszuverstehen. Die Zurückhaltung der Landesregierung dürfe nicht zu Tagesausflügen an bekanntere Ausflugsziele im Schwarzwald oder auf der Schwäbischen Alb ermuntern, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch. «Auch wenn ich verstehe, dass es die Menschen in wunderschöne Ecken Baden-Württembergs zieht, meine ich, dass in diesem Monat vielleicht auch dem Wald oder der Wiese vor der eigenen Haustür etwas abgewonnen werden kann», sagte Wolf.

Baden-Württemberg will erst später entscheiden, ob es den Bewegungsradius der Menschen in Corona-Hotspots einschränkt. Nach Angaben der Landesregierung sollen zunächst belastbare Infektionszahlen vorliegen. Die Einschränkungen könnten aber auch im Südwesten eingeführt werden, wenn sich etwa die Verhältnisse an den Ausflugszielen im Land nicht entspannten, warnte Wolf.

Für eine Einschränkung kämen nach Zahlen des Landesgesundheitsamts vom Dienstag (16.00 Uhr) der Enzkreis und der Stadtkreis Pforzheim infrage, allerdings liegen beide nur noch knapp über der Marke 200. Der Landkreis Tuttlingen lag knapp darunter. Dagegen bewegte sich die Zahl im Landkreis Calw auf die 200er-Grenze zu.

Am vergangenen Wochenende waren erneut zahlreiche Autofahrer in die Ausflugsgebiete im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb geströmt. Auch für den Feiertag wurde ein Ansturm von Ausflüglern auf den verschneiten Schwarzwald erwartet. Appelle von Polizei und Politik, beliebte Ziele nicht mehr anzufahren, waren bislang meist verhallt.

(dpa)

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