Letztes Update:
20210106083205

Verband befürchtet Insolvenzwelle bei Friseuren

08:19
06.01.2021
Das Friseurhandwerk befürchtet angesichts des verlängerten Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie in seinem Gewerbe eine Insolvenzwelle. Die rund 80 000 Friseursalons in Deutschland leisteten einen enormen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, sagte Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, am Mittwoch. Viele kleine Familienbetriebe könnten die damit verbundenen Einnahmeverluste aber nicht mehr schultern. «Das bedeutet, dass viele Betriebe in ihrer Existenz ernsthaft bedroht sind - ich befürchte eine Insolvenzwelle in unserem Handwerk in den nächsten Monaten», sagte Müller.

Staatliche Hilfen müssten jetzt schnell und unbürokratisch fließen. Viele Betriebe berichteten von Problemen bei der Bereitstellung staatlicher Hilfen, sagte Müller. «Wenn das Monate dauert, sind unsere Handwerker buchstäblich verdurstet.» In vielen kleinen Betrieben, etwa in solchen mit nur drei Mitarbeitern, sei der Chef oder die Chefin wichtigster Mitarbeiter des Betriebs. «Sie gehen in den aktuellen Regelungen aber noch leer aus und erhalten kein Kurzarbeitergeld - hier müssen Lösungen gefunden werden, die diese Menschen berücksichtigen», forderte Müller. Außerdem müsse es gezielte Hilfen geben, um Ausbildungsbetriebe zu unterstützen. «Sonst geht die Ausbildungsbereitschaft in den Betrieben zurück, und das wäre fatal.»

In Deutschland arbeiten nach Angaben des Verbands über 240 000 Beschäftigte und rund 20 000 Azubis im Friseurhandwerk. Der Jahresumsatz liegt bei über 7,5 Milliarden Euro.

(dpa)

Rekordzahl von Corona-Toten in den USA

08:18
06.01.2021
Die USA haben einen neuen Höchstwert bei Corona-Todesfällen an einem Tag erreicht. Nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore wurden am Dienstag 3775 Tote registriert. Der bisherige Rekordwert war am Mittwoch vergangener Woche mit 3744 Verstorbenen verzeichnet worden.

Die Zahl der Neuinfektionen stieg den Daten zufolge wieder auf gut 229 000 an, wie aus Zahlen der Universität am Mittwoch hervorging. Der bislang höchste Wert war am Samstag mit 297 491 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet worden.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 21 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 357 000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen werden die Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, aber auch die der Toten - nachträglich aktualisiert.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen