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20210105150455

Mehr als eine Million Corona-Impfungen in Russland

15:04
05.01.2021
In Russland sind nach offiziellen Angaben bereits mehr als eine Million Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Jeden Tag würden etwa 100 000 Impfdosen des Vakzins «Sputnik V» ausgeliefert, sagte der Chef des Gamaleja-Forschungszentrums für Epidemiologie und Mikrobiologie, Alexander Ginzburg, am Dienstag der Staatsagentur Ria Nowosti. Sein Institut hatte das weltweit erste freigegebene Vakzin entwickelt. In dem flächenmäßig größten Land der Erde wird seit Anfang Dezember geimpft.

Kremlchef Wladimir Putin hatte zuletzt Druck bei der flächendeckenden Impfung gemacht. Bis November sollen früheren Angaben zufolge 70 Prozent der Bevölkerung einen Wirkstoff gegen das Virus erhalten haben. Das Land mit seinen 146 Millionen Menschen will in diesem Jahr eine halbe Milliarde Impfdosen produzieren lassen - vor allem für den Export. Bei einer Impfung mit «Sputnik V» sind zwei Injektionen nötig. Die Immunität soll sich erst innerhalb von 42 Tagen bilden.

In Russland war die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen Tagen zurückgegangen. Am Dienstag kamen der offiziellen Statistik zufolge 24 200 neue Fälle hinzu. Zuletzt waren es täglich mehr als 28 000. Ob der Rückgang auf die zehntägigen Feiertage zurückzuführen ist, war zunächst unklar. Mehr als 3,2 Millionen Menschen haben sich seit Beginn der Pandemie infiziert, 59 500 starben mit dem Virus.

(dpa)

Vor Feiertag und Wochenende: Wintersportorte wappnen sich

15:03
05.01.2021
Die Ruhe vor dem erneuten Ansturm? In vielen deutschen Wintersportorten und an Ausflugszielen blieb es am Dienstag ruhig. Doch schon in den nächsten Tagen könnte sich das ändern.

Die Wintersportorte und Ausflugsziele in Deutschland haben sich vor dem Feiertag in mehreren Bundesländern am Mittwoch und dem kommenden Wochenende für neue Besucheranstürme gewappnet. In den Mittelgebirgen war das Wetter weiter winterlich, teilweise fiel auch Neuschnee.

In Bayern wurden für die besonders beliebten Ausflugsregionen mit Blick auf den Dreikönigstag verstärkte Kontrollen durch die Polizei angekündigt. Auch in Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg ist der Mittwoch ein Feiertag.

Die Landesregierung im Südwesten appellierte an die Vernunft der Winter-Ausflügler. Mehrere Landkreise im Schwarzwald wollten angesichts des andauernden Ansturms von Ausflüglern mit der Polizei gemeinsame Maßnahmen gegen Gedränge und Verkehrschaos, wie etwa Straßensperrungen, ergreifen. Sachsen-Anhalts Innenminister Michael Richter (CDU) hatte bereits am Montag angekündigt, eine Sperrung der Zufahrtsstraßen zum Brocken in Erwägung zu ziehen.

Im nordhessischen Wintersportort Willingen werden Skipisten, Rodelhänge und Parkplätze am Wochenende für Besucher gesperrt. Das beschloss der Landkreis Waldeck-Frankenberg. «Mindestabstände sind bei der Masse an Tagestouristen weder einhaltbar, noch kontrollierbar gewesen - sogar im Freien», sagte der Gesundheitsdezernent des Landkreises, Karl-Friedrich Frese. Man habe daher keine andere Möglichkeit als das Betretungsverbot gesehen.

Die Zufahrten zu den Wintersportgebieten Schwarzer Mann und Wolfsschlucht in Rheinland-Pfalz sind noch bis zum Sonntag voll gesperrt. Am Dienstag wurde die direkte Zufahrt zum Erbeskopf im Hunsrück wegen der schwierigen Witterungsbedingungen zugemacht. Der verschneite Höhenzug Deister bei Hannover zog ebenfalls viele Menschen an. Die Polizei sprach von einer angespannten Verkehrslage und überfüllten Parkplätzen.

Die Maßnahmen gegen den Ansturm von Schnee-Touristen in der Eifel-Gemeinde Hellenthal in Nordrhein-Westfalen schienen am Dienstag vorerst zu wirken. «Die Lage ist etwas entspannter», erklärte ein Vertreter der 8000-Einwohner-Gemeinde. Dort waren die Parkplätze an Ausflugszielen abgesperrt worden.

Nach Hellenthal und Winterberg will auch Reichshof im Bergischen Land in NRW die Straßen zu ihrem Skigebiet am nächsten Wochenende sperren. «Wie sehr wir uns auch immer auf Schnee und die vielen Besucher aus den umliegenden Städten freuen, diesen Winter geht es leider nicht», erklärte Bürgermeister Rüdiger Gennies.

(dpa)

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