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20210105150415

Baden-Württemberg für Verschärfung der Kontaktbeschränkungen

14:10
05.01.2021
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) tritt bei den laufenden Bund-Länder-Beratungen für noch schärfere Kontaktbeschränkungen bis Ende Januar ein. Es geht darum, wie beim Lockdown im Frühjahr private Zusammenkünfte auf einen Haushalt plus eine nicht im Haushalt lebende Person zu beschränken. «Das würde von uns befürwortet», hieß es in Regierungskreisen in Stuttgart zu einem Beschlussentwurf für die Runde der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Die Unions-geführten Länder sind dem Vernehmen nach bereits dafür, aber ob sich die gesamte Runde darauf einigt, war zunächst nicht klar.

Zudem sei auch denkbar, in Landkreisen mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner den Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort herum zu beschränken. Baden-Württembergs Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz sagte der dpa dazu, er halte diese Ausgangsbeschränkungen für «notwendig, um das diffuse Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen». Er fügte hinzu: «Das ist auch verhältnismäßig, da somit das Virus in den stark belasteten Gebieten deutlich eingedämmt werden kann und Sport, Wandern und Radfahren ja im Umkreis von 15 Kilometern möglich ist.»

(dpa)

US-Krankenhaus stellt Mitarbeitern Geld für Covid-Impfung in Aussicht

14:09
05.01.2021
Ein Krankenhaus in der US-Großstadt Houston hat seinen Mitarbeitern Medienberichten zufolge Geld für eine Impfung mit einem Corona-Vakzin in Aussicht gestellt. Die TV-Sender CBS sowie ein Ableger von ABC berichteten am Montag (Ortszeit) von einem internen Brief des Chefs vom «Houston Methodist Hospital», Marc Bloom. In diesem habe er seinen Mitarbeitern eine Prämie von 500 Dollar angekündigt. Diese sei aber unter anderem an die Bedingung einer verabreichten Covid-19-Impfung geknüpft, wobei Bloom den Berichten zufolge von einer «Erfüllung unserer Verpflichtung als Beschäftigte im Gesundheitswesen» sprach.

Ein größerer Teil der US-Gesellschaft steht Impfungen zur Eindämmung von Covid-19 einer Studie des Forschungszentrums «PEW» aus dem November zufolge skeptisch gegenüber. Demnach wollten sich 39 Prozent der Amerikaner «wahrscheinlich» oder «sicherlich» nicht impfen lassen. Gegenüber der gleichen Erhebung zwei Monate zuvor hatten sich die Zahlen allerdings verbessert.

Die Corona-Pandemie hat die USA besonders hart getroffen, bislang starben nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mehr als 350 000 Menschen in dem Land.

(dpa)

FDP beantragt Aktuelle Stunde im Bundestag zur Impfstoff-Beschaffung

14:09
05.01.2021
Nach dem zögerlichen Start der Corona-Impfungen in Deutschland hat die FDP im Bundestag für die kommende Woche eine Aktuelle Stunde zur Beschaffung der Impfstoffe beantragt. «Die Bundesregierung hat den Impfstart verpatzt», sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer Marco Buschmann am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Statt die Probleme möglichst schnell zu lösen, versuchten Union und SPD sich gegenseitig den Schwarzen Peter dafür zuzuschieben.

«Während auf den Intensivstationen das Personal um Menschenleben kämpft, kämpft in der Bundesregierung jeder gegen jeden um die beste Presse. Das ist inakzeptabel. Das Parlament darf dem nicht tatenlos zuschauen.» Daher habe die FDP die Aktuelle Stunde beantragt. «Priorität muss die Rettung von Menschenleben und unserer Wirtschaft haben und nicht die Pressebilanz der Bundesminister», sagte Buschmann.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Dienstag wurden bislang bundesweit insgesamt 316 962 Impfungen gemeldet.

(dpa)

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