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20210104144916

FDP-Fraktion: Verlängerter Lockdown ist noch keine Strategie

14:48
04.01.2021
Anstatt die derzeit geltenden Lockdown-Regelungen unverändert zu verlängern, sollten Bund und Länder nach Ansicht der FDP-Fraktion auch neue Konzepte für Alte und Schulkinder entwickeln. «Der Lockdown ist eine Notbremse und angesichts der Entwicklung der Pandemie nachvollziehbar. Er ersetzt aber keine dauerhaft durchhaltbare Strategie», kritisierte die FDP-Bundestagsfraktion am Montag.

«Die Zahlen zeigen, dass der jetzige Lockdown nicht wirkungsvoll ist», sagte der familienpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Grigorios Aggelidis. Leider habe man die vergangenen acht Monate aber nicht genutzt, um einen pandemiefesten Schulunterricht und genügend Schnelltests und Schutzmasken für Altenheime zu organisieren.

Auch in Kitas und Schulen könnten Schnelltests, Luftfilter, zusätzliche Räume und mehr Betreuungspersonal helfen. Kinder hätten schließlich ein Recht auf Bildung und auf soziale Teilhabe. Für ihre Entwicklung brauchten sie verlässliche Strukturen. Statt nur den aktuellen Lockdown zu verlängern, sollten sich die Vertreter von Bund und Ländern daher bei ihren für Dienstag geplanten Beratungen besser darüber unterhalten, wie die Impfkapazität erhöht werden könne.

(dpa)

Wintersportorte wollen nächstem Ansturm vorbeugen

14:47
04.01.2021
Nach einem erneuten Ansturm am Wochenende haben zahlreiche Wintersportorte in Deutschland weitere Maßnahmen ergriffen, um große Menschenansammlungen auf den Pisten und Hügeln zu verhindern. Es wurden Parkplätze mit Bauzäunen gesperrt, Betretungsverbote für Skipisten und Rodelhänge vorbereitet und Straßensperren erwogen. Einige Orte wollen sich weitgehend abriegeln. In den Mittelgebirgen soll es über die Woche hinweg winterlich bleiben.

Warnungen von Behörden und Polizei hatten in den vergangenen Tagen kaum Wirkung gezeigt: Trotz des Lockdowns und der Corona-Regeln zog es Menschenmassen in die Ausflugsziele in den verschneiten Bergregionen Deutschlands. Dabei sind Lifte und Pisten sowie Restaurants und Hütten geschlossen. Immer wieder kam es zu Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen wie Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen.

Die Eifel-Gemeinde Hellenthal in Nordrhein-Westfalen sperrte am Montag die Zufahrt zu Parkplätzen an den Ausflugszielen mit Bauzäunen ab. Mitarbeiter aus der Verwaltung seien vor Ort, um die Verbote durchzusetzen, sagte ein Sprecher der Stadt. In Winterberg - ebenfalls in NRW - blieb es am Montag zunächst ruhig, wie eine Sprecherin der Stadt sagte. Dort waren am Sonntag wichtige Zufahrtsstraßen gesperrt worden. Auch im winterlichen Harz in Sachsen-Anhalt beruhigte sich die Lage nach Angaben der Polizei zum Wochenbeginn. Im niedersächsischen Oberharz waren die Parkplätze dagegen wieder voll.

Der Bürgermeister des Thüringer Wintersportorts Oberhof, Thomas Schulz, kündigte an, die Stadt kurz vor Beginn des Biathlon-Weltcups am Ende der Woche weitgehend abriegeln zu wollen. «Es sollen nur noch Leute Zugang haben, die hier wohnen oder arbeiten oder ein berechtigtes Interesse daran haben, hierher zu kommen», sagte er auf Anfrage. Im hessischen Willingen wird ein Betretungsverbot für Skipisten und Rodelhänge vorbereitet.

Im Ost-Harz könnten am Mittwoch wegen hohen Besucherandrangs trotz Corona-Regeln die Zufahrtsstraßen zum Brocken gesperrt werden. Das sagte Sachsen-Anhalts Innenminister Michael Richter (CDU) bei «MDR Aktuell». Der 6. Januar ist in dem Bundesland ein Feiertag.

Das Wetter wird in den kommenden Tagen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nasskalt und eher kühl. Dabei kann besonders in höheren Lagen in einigen Regionen auch Neuschnee fallen. In den Mittelgebirgen bleibt es durchweg winterlich.

(dpa)

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